Borussia Dortmund: Aktionär meldet sich bei BVB-Hauptversammlung – und hat gleich zwei brenzlige Forderungen

Lucien Favre: Seine Karriere

Seit 2018 ist Lucien Favre Trainer bei Borussia Dortmund. Wir werfen einen Blick zurück auf seine bisherige Karriere.

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Aktionärsversammlungen können schon mal unangenehm für die Bosse großer Unternehmen sein. Bei Borussia Dortmund stand am Donnerstag die Hauptversammlung der Aktionäre der Borussia Dortmund GmbH und Co. KGaA an.

Besonders ein Aktionär machte dabei mit zwei Forderungen auf sich aufmerksam.

Borussia Dortmund: Aktionär knüpft sich Marco Reus und Lucien Favre vor

Zunächst stellte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke das Zahlenwerk von Borussia Dortmund vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 hat das Unternehmen einen Umsatz von 486,9 Millionen Euro erwirtschaftet – 2,6 Millionen Euro weniger als noch im Vorjahr. Bis zum 30. Juni 2020 steht ein Jahresfehlbetrag von 49,7 Millionen Euro zu Buche. Auch das Eigenkapital schrumpfte auf 305 Millionen Euro.

Die Corona-Pandemie hinterlässt ihre Spuren bei Borussia Dortmund, betonte auch Watzke: „Gerade die großen Klubs sind in dieser Phase stärker bedroht als die kleineren. Uns trifft die Krise am heftigsten.“

Dennoch hält der Klub am Selbstverständnis erster Bayern-Jäger zu sein fest. „Wir haben eine Mannschaft, die höchst talentiert ist“, sagte Watzke. „Wenn jemand diese Vormachtstellung brechen muss, dann der BVB. Wir sind bestrebt, das zu schaffen. Bayern haben die beste Mannschaft der Welt. Trotzdem sind wir ihnen näher gekommen.“

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Dass es unter Lucien Favre dennoch nicht zu einem Titel - vom Supercup abgesehen - gereicht hat, brachte einen Aktionär wohl ordentlich auf die Palme - der Mann nahm sich Kapitän und Trainer zur Brust.

Kritik an Marco Reus

„Wann trennen Sie sich endlich von Marco Reus?“, fragte er bei der virtuellen Jahreshauptversammlung. Watzke entgegnete: „Marco Reus hat als Kapitän und Urgestein eine ganz wichtige Funktion. Er war 7 Monate verletzt. Man muss ihm Zeit geben. Er wird für den BVB noch wichtig sein, das steht völlig außer Frage.“

„Wann trennen Sie sich endlich von Lucien Favre?“

Damit nicht genug. Der gleiche Aktionär hatte noch eine Nachfrage: „Wann trennen Sie sich endlich von Lucien Favre?“ Auch hier stellte sich Watzke hinter seinen Übungsleiter: „Ich möchte eine Lanze für Lucien Favre brechen. Er ist 2018 nach großem Umbruch gekommen und hat zweimal die Vizemeisterschaft gewonnen. Beide Male haben wir in der Liga eine sehr gute Rolle gespielt.“

Weiter betont Watzke: „Den Trainer nur danach zu beurteilen, ob er eine Meisterschaft gewonnen hat, ist zur kurz. Er hatte es als Gegner mit dem FC Bayern immerhin mit dem besten Team der Welt zu tun.“ (ms)

 
 

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