Essen

Borussia Dortmund im Joker-Wahnsinn – FC Schalke 04 ungewohnt treffsicher: Die Schlaglichter des 7. Spieltags

Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 bestimmten die Schlagzeilen des 7. Bundesliga-Spieltags.
Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 bestimmten die Schlagzeilen des 7. Bundesliga-Spieltags.
Foto: imago sportfotodienst

Essen. Der FC Bayern München rutscht tiefer in der Krise, Borussia Dortmund trumpft mit vielen Toren auf, beim FC Schalke 04 ist ein Spieler ungewohnt treffsicher, und der erste Trainer ist schon seinen Job los.

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Der 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga bot einiges Spektakuläres. Die Schlaglichter:

Negativlauf:

Die Krise spitzt sich zu. Nach null Punkten und 0:5 Toren in den vergangenen beiden Liga-Spielen liegt der FC Bayern bereits vier Punkte hinter Spitzenreiter Dortmund und ist nur noch Sechster. «Das ist nicht Bayern, und das ist auch zu wenig», sagte Bayern-Torwart Manuel Neuer im TV-Sender Sky nach dem 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Trainer Niko Kovac sagte: «Wir machen im Moment zu viele individuelle Fehler, die bestraft werden und die Verunsicherung bringen.»

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Entlassung:

Im Frühjahr machte er den VfB Stuttgart zur zweitbesten Rückrunden-Mannschaft, nun musste Tayfun Korkut als erster Trainer in dieser Saison gehen. Dabei hatte ihm VfB-Sportvorstand Michael Reschke nach dem 1:3 in Hannover und dem Sturz auf den letzten Platz noch das Vertrauen ausgesprochen. Eine nächtliche Krisensitzung und nur wenige Stunden Schlaf später folgte die Trennung von Korkut.

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Keine Entlassung:

Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich hofft, dass bei seinem Boss Rudi Völler kein Umdenken erfolgt. Denn der Leverkusener Sport-Geschäftsführer stärkte seinem Trainer nach dem dürftigen 0:0 in Freiburg mit ähnlichen Worten wie tags zuvor Reschke den Rücken. Allerdings etwas energischer. Völler bezeichnete Diskussionen über andere Trainer als «völligen Schwachsinn».

Nächste Pleite:

Schon wieder eine Klatsche auf fremdem Platz. Nach dem 0:7 bei Borussia Dortmund elf Tage zuvor war das 0:6 bei RB Leipzig die zweite extrem hohe Auswärtsniederlage für den 1. FC Nürnberg nacheinander. «Ich denke, der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient, weil wir den Gegner über 90 Minuten gestresst haben», sagte RB-Kapitän Willi Orban. Sein Team hat nun vier Pflichtspiele in Serie gewonnen und rückte auf Rang zwei vor.

Torjäger:

Drei Bundesliga-Spiele, sechs Tore - besser als Paco Alcácer kann man kaum bei einem Club starten. Der BVB-Leihspieler vom FC Barcelona hatte mit drei Jokertoren riesigen Anteil am 4:3-Sieg seines Teams gegen den FC Augsburg. «Er spürt Fußball, ist sehr geschickt», lobte Dortmunds Coach Lucien Favre den Spanier. Auch das zwischenzeitliche 3:2 hatte im erstmals in dieser Saison eingesetzten Mario Götze ein eingewechselter Spieler erzielt.

Premiere:

In seinem sechsten Pflichtspiel für seinen neuen Club war es soweit: Bobby Wood durfte sich erstmals über ein Tor für Hannover 96 freuen. Der Stürmer traf sogar doppelt. Beim 3:1-Sieg seines Teams gegen den VfB Stuttgart war er zweimal per Kopf erfolgreich.

Nullnummer:

Acht Tage nach dem 2:0-Sieg gegen die Bayern reichte es für Hertha BSC nur zu einem 0:0 beim FSV Mainz 05. Erstmals in dieser Saison erzielten die Berliner kein Tor. «Wir sind nicht Barcelona - an einem guten Tag können wir jeden schlagen, aber in der Bundesliga können alle Fußball spielen», sagte Mittelfeldspieler Per Skjelbred. «Wir nehmen jeden Punkt mit und bleiben weiter dran.»

Ungewohnt treffsicher:

28 Spiele brauchte Weston McKennie für sein erstes Bundesligator. Gegen Fortuna Düsseldorf war es für den Schalker endlich so weit. Erst am Mittwoch war dem Mittelfeldspieler beim 1:0-Sieg in der Champions League bei Lokomotive Moskau sein erstes Pflichtspieltor bei den Profis gelungen. «Weston trifft im Osten» hatte die Bild nach dem Tor in Russland getitelt. Nun schrieb sie: «Weston auch im Westen!» (dhe/dpa)

 
 

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