Dortmund

Für EM 2024: Massiver Umbau im Westfalenstadion Dortmund geplant – wegen dieses Mammut-Projekts des DFB

Das Westfalenstadion: Heimspielstätte von Borussia Dortmund seit 1974.
Das Westfalenstadion: Heimspielstätte von Borussia Dortmund seit 1974.
Foto: imago/Eibner

Dortmund. Seit 1974 spielt Borussia Dortmund im Westfalenstadion – die Heimspielstätte ist in diesen 44 Jahren mehrfach umgebaut worden. Für die EM 2024 in Deutschland wird nun offenbar ein weiterer massiver Umbau des Dortmunder Stadions folgen.

Der kühne Plan des DFB: Die Europameisterschaft soll komplett (!) barrierefrei werden. Dazu gehört auch, dass sich Rollstuhlfahrer in den Stadien aller zehn Austragungsorte absolut frei bewegen und ihren Platz nach Belieben aussuchen können.

Borussia Dortmund: Umbau im Westfalenstadion für EM 2024

„Barrierefrei ohne Reservate“ heißt das Nachhaltigkeitskonzept, das die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Aktion Mensch und die Inklusions-Beratungsstelle KickIN! im Auftrag des DFB erstellten. Es gehörte bereits zur Bewerbung für die Austragung der EM 2024, die der Fußballbund bei der Uefa einreichte.

„Es betrifft Rollstuhlfahrer, die sagen, 'Ich möchte gerne das Spiel von der Mittellinie im Oberrang verfolgen.' Die sollten nicht darüber debattieren müssen, ob sie dahin dürfen und ob sie in separate Bereich müssen“, erklärt AWO-Mitarbeiter Jörg Rodenbüsch, der das Konzept mitentwickelte, im Saarländischen Rundfunk.

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Rollstuhlfahrer sollen sich im Stadion von Borussia Dortmund jeden Platz aussuchen können

Schon seit vielen Jahren können Rollstuhlfahrer die Heimspiele von Borussia Dortmund im Stadion verfolgen, allerdings in gesonderten, barrierefreien Bereichen in der ersten Reihe des Unterrangs. Das soll sich nun ändern – für Menschen mit jeder Form von Behinderung.

„Das gilt auch für Seh-Eingeschränkte, die müssen nicht in separate Bereiche. Sie bekommen die Möglichkeit, in allen Bereichen das Ereignis zu erleben. Man muss auch für kognitiv Eingeschränkte Dinge einfacher darstellen“, ergänzt Rodenbüsch im SR.

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Das Projekt sieht außerdem vor, Ordner eingehend zu schulen, den Behinderten im Stadion helfen zu können. Sie sollen entsprechende Piktogramme an der Hand haben, um beispielsweise auf Anfrage beim Kauf einer Bratwurst behilflich zu sein.

Umbau des BVB-Stadions: „Strahlkraft zu nutzen, um für Menschen etwas Positives zu erreichen“

„Von der Strahlkraft, die der Fußball hat, kann man profitieren. Und für die Arbeiterwohlfahrt ist es ganz wichtig, diese Strahlkraft zu nutzen, um gesellschaftliche Verantwortung zu leben und auch für Menschen etwas Positives zu erreichen“, so Rodenbüsch.

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Das Konzept sieht diese komplette Barrierefreiheit nicht nur in den zehn Stadien, darunter die Stadien von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 vor. Auch im Nahverkehr, der Hotel-Infrastruktur – überall!

Für dieses Mammut-Projekt wollen DFB und Uefa Geld zuschießen. Und auch die DFL will sich beteiligen und damit an der Barrierefreiheit in der Bundesliga arbeiten.

 
 

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