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Borussia Dortmund: DFB ermittelt gegen BVB-Stars Sancho und Hakimi – und nennt DIESE Gründe

Borussia Dortmunds Stars Jadon Sancho (r.) und Achraf Hakimi stehen im Mittelpunkt von DFB-Ermittlungen.
Borussia Dortmunds Stars Jadon Sancho (r.) und Achraf Hakimi stehen im Mittelpunkt von DFB-Ermittlungen.
Foto: imago images / Poolfoto

Dortmund. Jadon Sancho und Achraf Hakimi werden für ihre Jubel-Botschaft von allen Seiten gelobt – gleichzeitig ermittelt der DFB gegen die beiden Stars von Borussia Dortmund. Das sorgt für Unverständnis.

Warum ermittelt der DFB, der sich selbst in vielen Kampagnen gegen Rassismus einsetzt, wegen Statements gegen Polizeigewalt und die Diskriminierung von Schwarzen?

Borussia Dortmund: Ermittlungen gegen Sancho und Hakimi – DFB erklärt sich

Nachdem beim 6:1 von Borussia Dortmund in Paderborn, aber auch bei den Spielen von Schalke und Gladbach am Wochenende „Justice for George Floyd“ gefordert wurde, bestätigte der DFB, dass der Kontrollausschuss die Angelegenheit „eingehend prüfen“ werde.

Das löste eine Welle der Kritik gegen den Deutschen Fußball-Bund aus. Nun erklärt der Verband die Hintergründe und Notwendigkeit der Ermittlungen.

Darin erklärt der DFB, dass er die Diskussionen um die Ermittlungen seines Kontrollausschusses (>> hier mehr dazu) durchaus nachvollziehen kann. Gleichzeitig stellt er klar, dass es dahingehend keinen Spielraum gibt.

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Denn: Laut Regelwerk, das der DFB von den internationalen Regelhütern des IFAB übernommen hat, sind jegliche Formen von „politischen, religiösen oder persönlichen Slogans“ strikt untersagt.

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„Der Kontrollausschuss hat nach DFB-Satzung die Aufgabe, die Einhaltung der Satzung und Ordnungen des DFB zu überwachen und bei Verstößen den Sachverhalt zu überprüfen. Dies geschieht nun auch bezüglich der Handlungen vom Wochenende“, stellt DFB-Vozepräsident Rainer Koch klar.

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„Bei diesen Überprüfungen geht es auch darum festzustellen, ob das Spiel und das Spielfeld der richtige Ort für diese Handlungen sind. International gilt, dass die unmittelbare Phase des Spiels frei bleiben soll von politischen Äußerungen und Botschaften jeder Art. Der sportlich-faire Wettkampf soll im Mittelpunkt stehen, vor und nach dem Anpfiff gibt es selbstverständlich Möglichkeiten für entsprechende Aktionen.“

DFB-Präsident Koch: „Moralisch kann ich die Aktionen absolut verstehen“

Gleichzeitig stellt der DFB auch klar, dass die Ermittlungen keinesfalls gleichbedeutend mit einer Strafe gegen Jadon Sancho und Achraf Hakimi (>> hier die Details) von Borussia Dortmund sowie Schalkes Weston McKennie und Gladbachs Marcus Thuram (>> hier mehr dazu) sind.

Koch: „Ob es in den vorliegenden Fällen zu Sanktionen kommen muss, bleibt abzuwarten.“

Auch DFB-Präsident Fritz Keller sagt deutlich: „Moralisch kann ich die Aktionen am vergangenen Wochenende absolut verstehen. Was in den USA passiert ist, kann niemanden kalt lassen.“

Fifa schaltet sich ein

Der DFB-Sportrichter Hans Eberhard Lorenz hat „nicht den geringsten Zweifel daran, dass der Kontrollausschuss das Thema mit Besonnenheit und Augenmaß behandeln wird. In der Vergangenheit war es üblicherweise so, dass die betroffenen Spieler vom Kontrollausschuss ermahnt wurden.“

Inzwischen hat sich sogar die Fifa eingemischt. Der Fußball-Weltverband fordert, dass bei der Beurteilung durch den DFB-Kontrollausschuss „gesunder Menschenverstand“ gentutz wird“.

 
 

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