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Borussia Dortmund: Roman Bürki hat die Nase voll – schießt der BVB-Keeper hier gegen das Favre-System?

Bei Borussia Dortmund platzte Roman Bürki nach dem 0:3 bei Tottenham der Kragen.
Bei Borussia Dortmund platzte Roman Bürki nach dem 0:3 bei Tottenham der Kragen.
Foto: imago/sportfotodienst

Dortmund. Ein Spieler von Borussia Dortmund war nach der 0:3-Pleite besonders angefressen: Roman Bürki.

Kein Wunder – schließlich hatte der Torwart von Borussia Dortmund doch eigentlich ein gutes Spiel abgeliefert und musste dennoch gleich drei Mal hinter sich greifen. Bei den Treffern durch Heung-min Son, Jan Vertonghen und Fernando Llorente war Bürki machtlos.

Borussia Dortmund: Bürki redet Klartext

Auch deswegen platzt dem BVB-Keeper nach Abpfiff der Kragen. „Schon seit mehreren Wochen bekommen wir diese Gegentore nach Standards oder Flanken. Das ist einfach zu wenig gut verteidigt“, schimpfte der Schweizer bei DAZN über die Abwehrarbeit seiner Teamkollegen.

Und auch von den Angriffsbemühungen seines Teams war Bürki tief enttäuscht. „Wir hatten in der ersten Halbzeit nicht viele Chancen nach vorne“, so der 28-Jährige: „Wir hatten vielleicht eine Möglichkeit. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann gar keine Chancen.“

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„Wir halten nicht dagegen - vor allem vorne“

Warum der BVB speziell in der zweiten Halbzeit diese Probleme im Vorwärtsgang hatte, liegt für Bürki auf der Hand. „Immer wenn es gegen robuste Mannschaften geht, dann haben wir unsere Schwierigkeiten, weil wir nicht dagegenhalten – vor allem vorne nicht“, so der Torwart von Borussia Dortmund.

Bürki weiter: „Denn irgendwann musst du den langen Ball schlagen. Und wenn du keine vorne drin hast, wie es bei Tottenham zum Beispiel Llorente oder irgendein kräftiger Spieler ist, der den Ball halten kann, dann ist es für uns nun mal enorm schwierig.“

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Kritik am Favre-Fußball?

Kritisiert Bürki hier etwa das Favre-System? Schließlich ist Trainer Lucien Favre dafür bekannt, dass er kein Freund klassischer, robuster Mittelstürmer ist und stattdessen lieber auf kleine, technisch versierte Angreifer setzt.

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Da verwundert es nicht, dass der BVB von allen 32 Mannschaften in der Gruppenphase der Champions League die wenigsten Flanken schlug und die meisten Pässe spielte – noch mehr als die Ballbesitz-Könige des FC Barcelona oder die Tikitaka-Meister von Pep Guardiola bei Manchester City.

Favre: „Es gibt noch viel zu tun“

Und wie reagiert Favre auf die bittere Pleite? Zumindest in Bezug auf die Abwehrarbeit bei den ersten beiden Gegentoren musste der Trainer von Borussia Dortmund seinem Keeper Recht geben: „Ich habe immer gesagt, dass es für uns noch viel zu tun gibt. Die beiden ersten Tore sind völlig unnötig. Wenn Tottenham ein Tor nach einer großen Chance macht, müssen wir damit leben. Aber das war hier nicht der Fall.“

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Götze: „Konsequenz hat gefehlt“

Mario Götze fand die Leistung des BVB in der ersten Halbzeit hingegen sehr ansprechend. „In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht“, sagte der Angreifer: „Da waren wir da. Da hatten wir unsere Chancen.“

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Götze meinte aber auch: „Am Ende entschieden dann mal wieder Kleinigkeiten. Wir waren nicht in den Momenten präsent, als es wichtig war. Es hat in der einen oder anderen Situation einfach die Konsequenzen gefehlt.“

Sancho: „Fokus verloren“

Jadon Sancho sah es ähnlich. „Wir haben so gut angefangen, da haben wir Tottenham das Leben schwer gemacht“, so der BVB-Youngster: „Aber dann haben wir den Fokus ein wenig verloren. Und dann kassierst du gegen einen solchen Gegner nun mal solche Tore. Im Rückspiel schaffen wir es hoffentlich, dass wir die Konzentration während der ganzen Partie hochhalten können. Wir werden jetzt alles daran setzen im Rückspiel ein paar Tore zu erzielen und dann sehen wir weiter.“

 
 

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