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Borussia Dortmund: Klaus Allofs mit hartem Urteil: „DAS könnte dem BVB jetzt den Titel kosten“

Foto: imago/Christian Schroedter, Sven Simon

Dortmund. Am 25. Spieltag war es so weit: Borussia Dortmund musste die Tabellenführung an den FC Bayern München abgeben – und das trotz eines 3:1-Sieges gegen den VfB Stuttgart. Zwar haben die beiden Konkurrenten noch immer die gleiche Anzahl an Punkten (57), doch die Bayern nach dem 6:0 gegen den VfL Wolfsburg das bessere Torverhältnis.

Dabei hatte Borussia Dortmund nach dem 15. Spieltag noch neun Punkte Vorsprung auf den deutschen Rekordmeister, der damals noch auf dem dritten Platz hinter Borussia Mönchengladbach rangierte. Den riesengroßen Vorsprung hat der BVB mittlerweile verspielt. Jetzt kommt es in die entscheidende Phase, neun Spieltage müssen beide Teams noch absolvieren.

Borussia Dortmund: Zu viele Fehler in der Defensive?

Doch wer wird das Rennen am Ende machen? Fußballmanager Klaus Allofs erklärt im „Doppelpass“: „Borussia Dortmund ist eine Mannschaft mit unglaublichem Potenzial, vor allem wenn man bedenkt, was sie an jungen Spielern haben. Da steckt eine Menge drin.“

Doch Potenzial sei nicht alles, der 62-Jährige zeigt auch auf, wo die Probleme des BVB liegen. „Was mich noch nachdenklich macht, ist die Art und Weise, wie sie Tore kassieren. In der Defensive sind sie doch sehr anfällig, auch [gegen Stuttgart] wieder“, so Allofs.

Der BVB hatte am Samstag gegen Stuttgart zunächst 1:0 geführt, Marco Reus traf in der 62. Minute per Elfmeter nach einem Foul an Jadon Sancho. In der 71. Minute gab es dann einen Freistoß für den VfB, wobei Marc-Oliver Kempf völlig frei im Strafraum und im Rücken der Dortmund-Verteidiger stand. Er köpfte zum 1:1 ein. „Das Ausgleichstor, das geht zu einfach!“, sagt Allofs.

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Klaus Allofs über Borussia Dortmund: „Meister muss anders spielen“

Zwar sei der Standard von den Stuttgartern gut ausgeführt worden. Aber: „Die Standardsituation muss man verteidgen. Auch wenn man den Raum deckt, dann muss man zum Ball hingehen oder zumindest den [Spieler], der im Rücken steht, im Blick haben. Wenn Stuttgart da ein Kopfballtor erzielt, dann ist das einfach nicht gut verteidigt bzw. nicht gut organisiert.“

Und der Ex-Wolfsburg-Manager macht deutlich: „Ein Meister muss das anders spielen, denn man dreht so ein Spiel nicht immer. Das kann den Dortmunder am Ende vielleicht den Titel kosten.“

+++ Borussia Dortmund ringt Stuttgart nieder, verliert aber die Tabellenführung +++

Fredi Bobic: Bayern längeren Atem als Borussia Dortmund

Fredi Bobic, der ebenfalls im „Doppelpass“ zu Gast war, sieht den Vorteil in Hinblick auf die Meisterschaft auch eher bei den Bayern. Zwar habe Borussia Dortmund nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal und der Champions-League jetzt weniger Spiele und könne sich daher voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren.

Aber: „Das wird nicht so einfach sein, im April wird es richtig eng, da kommt noch das große Spiel in München und die Bayern, so wie sie sich gerade präsentieren, haben aus meiner Sicht einen längeren Atem.“

Entscheidend werden zum Endspurt der Saison wohl vor allem fünf Spieltage werden. Welche das sind, kannst du hier nachlesen>>>

 
 

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