Dortmund

Borussia Dortmund bricht in der Europa League mit dieser Tradition - und begeistert damit die eigenen Fans

Der BVB verzichtet gegen Red Bull Salzburg auf einen gemeinsamen Fan-Schal. (Symbolbild)
Der BVB verzichtet gegen Red Bull Salzburg auf einen gemeinsamen Fan-Schal. (Symbolbild)
Foto: imago/Nordphoto

Dortmund. Tradition wird bei Borussia Dortmund in der Regel groß geschrieben: In der Europa League wird eine langjährige jetzt allerdings gebrochen - und das mit voller Absicht.

Normalerweise bringt der BVB vor jedem Europapokalspiel einen gemeinsamen Fan-Schal mit dem jeweiligen Gegner heraus. Vor der Partie gegen den FC Salzburg in der kommenden Woche (Do. 8. März 19 Uhr)) wird darauf allerdings verzichtet.

BVB will keinen Schal mit Red-Bull-Logo

„Wir bringen grundsätzlich keine Schals in den Verkauf, auf denen ein gewerbliches Logo gemeinsam mit unserem zu sehen ist“, sagte Marketing-Direktor Carsten Cramer gegenüber der Bild.

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Nur im Europapokal treten die Salzburger unter dem Kürzel „FC“ an. In der österreichischen Liga heißt der Verein seit vielen Jahren FC Red Bull Salzburg und wird finanziell vom Brausehersteller unterstützt.

Weil auch Leipzig in der laufenden Saison international spielt, mussten die Österreicher Namen und Logo abändern.

Zahlreiche Fan-Proteste gegen RB Leipzig

Am Samstag treten die Dortmunder auswärts bei RasenBallsport Leipzig an, die bekanntlich ebenfalls von Red Bull unterstützt werden. Vor Ihrem ersten Bundesliga-Heimspiel im September 2016 wollten die Leipziger selbst einen gemeinsamen Schal mit den Schwarz-Gelben herausbringen. Auch damals weigerte sich der BVB.

Die Dortmunder Fans sorgten zudem mit zahlreichen Protesten gegen die Leipziger für Aufsehen. Negativer Höhepunkt waren diverse Plakate und Attacken auf RB-Fans vor dem Heimspiel im Februar 2017. (Hier mehr Infos zu den Vorfällen).

BVB musste vor leerer Südtribüne spielen

Die Anhänger Borussia beschimpften den Verein aus Ostdeutschland teilweise übel. Auf den Transparenten standen Sprüche wie „Bullen schlachten“ oder „Bullenschweine“. Als Konsequenz musste der BVB im darauf folgenden Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg vor einer leeren Südtribüne spielen.

Dass die Verantwortlichen sich jetzt gegen einen gemeinsamen Fanschal entschieden haben, dürfte den Fans also gefallen. (fr)

 
 

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