Dortmund

Borussia Dortmund: Böse Spott-Attacke gegen Lucien Favre an dessen empfindlichstem Punkt

Lucien Favre wurde von der italienischen Presse verspottet.
Lucien Favre wurde von der italienischen Presse verspottet.
Foto: imago images / Independent Photo Agency

Dortmund. Von einer Krise zu sprechen, wäre doch vielleicht etwas heftig. Aber wirklich rund läuft es bei Borussia Dortmund aktuell nun wirklich nicht. Während das Team von Trainer Lucien Favre in der Bundesliga dank eines 1:0-Sieges gegen Borussia Mönchengladbach wieder auf die Füße kam, setzte es in der Champions League eine empfindliche 0:2-Niederlage gegen Inter Mailand.

Damit ist das Achtelfinale der lukrativen Champions League erst einmal außer Sichtweite. Besonders schlimm für Borussia Dortmund: Das Team war gegen die Italiener über weite Strecken absolut chancenlos, hätte sich auch über eine höhere Niederlage nicht beschweren dürfen.

Borussia Dortmund: Presse verspottet Favre

Aus der italienischen Presse prasselten nach dem Spiel dann auch hämische Attacken auf Borussia Dortmund ein. So schrieb etwa „Gazzetta dello Sport“:

  • „Oktoberfest für Inter, Lautaro und Candreva brechen Borussia Dortmund und versenken die Mannschaft im richtigen Moment. Trainer Antonio Conte gewinnt mit einer Leistung aus Rationalität, Konzentration, Opferbereitschaft und taktischer Klarheit. Favres Abwehr aus drei Spielern ist keine großartige Idee, Borussia stürzt in Contes Falle. Lob für Witsel, der einzige, der wirklich die Schlüsselmomente des Matches begreift.“

Besonders hart dürfte Favre aber die Attacke von „Corriere della Sera“ treffen:

  • „Der Sieg gegen Borussia Dortmund bringt den Pessimismus über das europäische Niveau des italienischen Fußballs zum Schweigen. Inter versenkt die Dortmunder nicht mit Qualität, sondern mit viel Taktik. Die Dortmunder sind ein Vintage-Gegner mit vielen guten Spielern, die aber nach Schemen spielen, die vor 20 Jahren aktuell waren. Sie sind die ideale Gegner für Mannschaften wie Inter.“

Moment mal: Der BVB mit Schemen, die 20 Jahre alt sind? Dabei inszeniert Favre sich gerne als Taktikfuchs, der mit allen Wassern gewaschen ist.

Favres Image angekratzt

So sagte er im Gespräch mit dem Fußball-Magazin „Sokrates“: „Ich habe genug Erfahrung, um mich bei meinen Entscheidungen von anderen Trainern nicht beeinflussen zu lassen.“ Ein selbstbewusster Satz, den Favre aber mit zahlreichen Erfolgen in der Schweiz unterfüttern kann. Auch Borussia Mönchengladbach formte Favre vom Abstiegskandidaten in ein Spitzenteam um. Nun, beim BVB, stockt Favres Erfolgsserie aber.

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Nach der bitteren Pleite wollte Favre jedenfalls keine Kritik aufkommen lassen: „Ich denke, wir haben gut gespielt. In der ersten Halbzeit waren wir sehr stabil.“ Schon am Samstag steht mit dem Derby das nächste entscheidende Spiel für den BVB an. Wenn Favre hier gewinnt, dürfte der Spott der italienischen Presse schnell vergessen sein.

 
 

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