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Wie die Spiele zwischen Borussia Dortmund und Hoffenheim zum ewigen Herzschlag-Duell wurden

Borussia Dortmund ist am Samstag bei 1899 Hoffenheim zu Gast.
Borussia Dortmund ist am Samstag bei 1899 Hoffenheim zu Gast.
Foto: imago sportfotodienst

Dortmund. Wenn Borussia Dortmund am Samstagnachmittag bei 1899 Hoffenheim zu Gast ist, wird manch ein BVB-Fan sicher wieder ein Spektakel erwarten.

Auch wenn die Duelle zwischen Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim bei weitem nicht auf eine solch lange Tradition zurückblicken wie das Revierderby oder der „deutsche Clasico“ zwischen Dortmund und den Bayern, haben die Begegnungen des BVB gegen die TSG eine spektakuläre Historie.

Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim: Spiel mit Spektakel-Garantie

Ob Pokal-Krimi, Abstiegs-Endspiel oder „Champions-League-Finale“ – die Partien zwischen Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim hatten es in den vergangenen Jahren in sich.

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Wir blicken zurück auf die spektakulärsten Duelle zwischen BVB und TSG.

24. Oktober 2010: Dortmund – Hoffenheim 1:1

Nach zuvor sieben Siegen in Serie empfing der BVB am 9. Spieltag der Saison 2010/11 die Hoffenheimer, die durch einen Treffer von Demba Ba schon nach neun Minuten in Führung gingen. Als manch ein Zuschauer in der Nachspielzeit schon das Westfalenstadion verlassen hatte, schlenzte Antonio Da Silva einen Traum-Freistoß in den Winkel zum 1:1. Spieler und Fans rasteten daraufhin völlig aus.

18. Mai 2013: Dortmund – Hoffenheim 1:2

Am 34. Spieltag der Saison 2012/13 ging es sportlich für den BVB um herzlich wenig. Die Vizemeisterschaft war gesichert, und Jürgen Klopp ging es im Saisonfinale gegen Hoffenheim vorerst nur darum, dass sich vor dem Champions-League-Endspiel gegen die Bayern niemand verletzt. Für Hoffenheim stand deutlich mehr auf dem Spiel. Die TSG stand vor dem abschließenden Spieltag auf dem 17. Tabellenplatz und brauchte unbedingt einen Sieg, um sich noch zu retten.

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Nach 6 Minuten brachte Robert Lewandowski den BVB in Führung. Dortmund ließ in der Folge beste Chancen liegen, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. In der Schlussphase drehte Sead Salihovic durch zwei Foulelfmeter das Spiel. Kurios: Roman Weidenfeller sah in der 80. Minute wegen einer Notbremse Rot. Weil Klopp schon drei Mal gewechselt hatte, musste Kevin Großkreutz ins Tor.

Weil Fortuna Düsseldorf (vor dem Spieltag auf Platz 16) 0:3 in Hannover verlor, kletterte Hoffenheim noch auf Rang 16. In der Relegation gegen Kaiserslautern hielt Hoffenheim sich dann in der 1. Liga.

7. April 2015: Dortmund – Hoffenheim 3:2 n.V.

Im Viertelfinale des DFB-Pokals 2014/15 brachte Neven Subotic die Borussia früh in Führung. Kevin Volland und Roberto Firmino drehten das Spiel, ehe Pierre-Emerick Aubameyang zum 2:2 ausglich. In der Verlängerung hämmerte BVB-Urgestein Sebastian Kehl die Borussia mit einem traumhaften Volleyschuss ins Halbfinale. Besonders emotional: Kehl hatte kurz zuvor sein Karriereende zum Abschluss der Saison verkündet. Mit dem Sahnetreffer setzte der Ur-Borusse seiner erfolgreichen Zeit in Dortmund die Krone auf.

16. Dezember 2017: Dortmund – Hoffenheim 2:1

Vor dem 16. Dezember hatten die BVB-Fans drei Monate lang bei Heimspielen nur Enttäuschungen erlebt. In der Liga gab’s Niederlagen gegen Leipzig, Bayern und Bremen sowie das legendäre 4:4 nach 4:0-Führung gegen Schalke. In der Champions League setzte es Pleiten gegen Real Madrid und Tottenham, und gegen den Fußballzwerg aus Nikosia reichte es nur zu einem 1:1.

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Beim ersten Heimspiel des eine Woche zuvor verpflichteten Trainers Peter Stöger platzte dann der Knoten – und wie! In der 89. Minute schoss Christian Pulisic den BVB zum Sieg und brachte die Sübtribüne endlich mal wieder zum Beben.

12. Mai 2018: Hoffenheim – Dortmund 3:1

Vor dem abschließenden Spieltag der vergangenen Saison brannte ein heißer Kampf um die Champions-League-Plätze 3 und 4. Der BVB (55 Punkte), 1899 Hoffenheim (52) und Bayer Leverkusen (52) stritten sich mit fast gleicher Tordifferenz um die zwei Ränge, die zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigen. Weil Leverkusen gegen Hannover früh in Führung ging und Hoffenheim schnell gegen Dortmund führte, entwickelte sich ein unfassbar spannender Kampf um die Champions League. Weil Leverkusen am Ende „nur“ 3:2 gegen Hannover gewann, rettete der BVB sich mit der besseren Tordifferenz in die Königsklasse.

 
 

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