Dortmund

Bei Borussia Dortmund verrät Nuri Sahin: „Das wäre mein letztes Kapitel“

Nuri Sahin will unbedingt den Champions-League-Titel nach Dortmund holen.
Nuri Sahin will unbedingt den Champions-League-Titel nach Dortmund holen.
Foto: imago/Thomas Bielefeld

Dortmund. Nuri Sahin hat mit Borussia Dortmund schon so vieles erreicht. Er wurde Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und hält immer noch die Rekorde als jüngster Bundesligaspieler und jüngster Bundesligatorschütze.

Doch einen großen Traum hat der Mittelfeldspieler des BVB noch. „Egal ob es als Spieler, Trainer, Manager oder Fan geschieht – ich will die Champions-League-Trophäe zurück nach Dortmund bringen“, sagte der 29-Jährige im Interview mit „The Guardian“. Sahin schwärmte: „Ich will einfach nur sehen, was dann auf den Straßen los wäre. Denn ich habe gesehen, was passierte, als wir die Meisterschaft und den Pokal gewonnen haben. Das war verrückt. Das wäre das letzte Kapitel, das mir fehlt, um ein Buch zu schreiben.“

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Sahin: „Ich weinte damals“

Den legendären Champions-League-Triumph des BVB im Jahre 1997 verfolgte Sahin mit seinem Bruder Ufuk im heimischen Wohnzimmer. 2013 hatte er dann als Spieler selbst die Möglichkeit, die Königsklasse zu gewinnen. Im Endspiel verlor er mit dem BVB jedoch 1:2 gegen den FC Bayern. „Ich weinte damals“, so Sahin: „Ich weine nicht oft wegen des Fußballs, aber nach dem verlorenen Finale musste ich daran zurückdenken, wie ich mit meinen Bruder das Finale von 1997 zuhause geschaut habe. Ich habe schon 2013 gehofft: Vielleicht gibt Gott mir eine zweite Chance.“

Sein wohl größter Mentor bei der Borussia war Jürgen Klopp, zu dem Sahin auch heute noch einen sehr engen Kontakt pflegt. „Klopp gab uns die Philosophie mit auf den Weg, dass wir jeden schlagen können“, verriet der gebürtige Lüdenscheider: „Ich erinnere mich an ein Spiel bei den Bayern im Februar 2011. Wir lagen sieben Punkte vor ihnen, und wir Spieler sagten uns im Teamhotel: Wenn wir hier ein Unentschieden holen, wäre das eine gute Ausgangslage.“

„Eine der emotionalsten Teamsitzungen aller Zeiten“

Sahin weiter: „Ich weiß nicht, wie Klopp es schaffte. Aber er hat mitbekommen, dass wir Spieler so über die anstehende Partie sprachen. Daraufhin gab es eine der emotionalsten Teamsitzungen aller Zeiten, und als wir im Bus auf dem Weg zum Spiel waren, wusste ich, dass wir das Spiel gewinnen würden.“ Der BVB gewann 3:1.

Meister werden die Dortmunder in dieser Saison aller Voraussicht nach nicht mehr. Dennoch brennt Sahin auf den Saisonendspurt. Nach langer Verletzungsmisere und Fehden mit Ex-Coach Thomas Tuchel blüht der Mittelfeldspieler in dieser Saison wieder auf. Sahin: „In den vergangenen Monaten bin ich endlich wieder der Chef meines eigenen Körpers.“ (dhe)

 

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