Bundestrainer Löw sieht im DFB-Team Schwachpunkte

Kritischer Blick: Bundestrainer Joachim Löw sieht noch Defizite in der Defensive.
Kritischer Blick: Bundestrainer Joachim Löw sieht noch Defizite in der Defensive.
Foto: Reuters
Die deutsche Nationalmannschaft fährt zur WM nach Brasilien. „Es war insgesamt eine sehr gute Qualifikation“, sagte Joachim Löw nach dem 3:0-Sieg gegen Irland. Dennoch erkannte der Bundestrainer auch Schwachstellen bei seinem Team. „Wir müssen die Defensive weiter stabilisieren“, fordert Löw. Die Stimmen.

Köln. Joachim Löw (Bundestrainer): „Es war insgesamt eine sehr gute Qualifikation. Von neun Spielen haben wir acht gewonnen. Von daher können wir absolut zufrieden sein. Die Mannschaft hat hier absolut ihre Pflicht erfüllt. Nach der Halbzeit sind wir aber ein wenig fahrlässig aus der Kabine gekommen und haben in ein, zwei Situationen nicht so gut ausgesehen. Ein bisschen muss noch passieren, ich sehe da zwei Schwerpunkte: Wir müssen die Defensive weiter stabilisieren und das Spiel im letzten Drittel.“

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): „Ich habe erst einmal jeden einzelnen umarmt und jedem gratuliert. Es war eine tolle Leistung, nicht nur hier in Köln. Wir freuen uns und haben in der Kabine auch ein Fässchen Bier aufgestellt. Es herrscht dort eine klasse Atmosphäre.“

Philipp Lahm (Kapitän Nationalmannschaft): „Die Mannschaft hat über ein Jahr gut gearbeitet, es waren gute Spiele dabei, und auch nicht so gute. Gegen Irland haben wir von Anfang an wenig zugelassen. Wir wussten, dass die Iren alles reinwerfen, nie aufstecken. Wichtig war, dass wir das frühe 1:0 gemacht haben.“

Thomas Müller (Nationalspieler): „Es war ein bisschen mühsam, der Gegner hatte viel Kampfkraft, die Iren haben fast nur im eigenen Sechzehner gestanden. Ich kann verstehen, dass man sich gegen uns verschanzt, das ist ja nicht verboten und wir müssen das lösen und haben das ganz gut gemacht.“

André Schürrle (Nationalspieler): „Wir waren gut auf dieses Spiel eingestellt, hatten Geduld, Lücken gesucht, drei Tore gemacht und verdient gewonnen. Vor meinem Tor war das von Toni Kroos perfekt gespielt.“

Noel King (Interims-Trainer Irland): „Wenn man 89 Minuten gegen eine der besten Mannschaften der Welt nur 0:2 zurückliegt und Chancen hat, das Anschlusstor zu erzielen, muss man eigentlich zufrieden sein. Aber das bin ich nicht. Wir hatten zwei phantastische Chancen und haben sie nicht genutzt. Es war trotzdem eine tolle Erfahrung für mein Team, dem ich nur ein Kompliment aussprechen kann.“