Bundesliga-Profis denken an Erdbeben-Opfer

Andreas Ernst
Atsuto Uchidas Botschaft
Atsuto Uchidas Botschaft
Foto: REUTERS
Auch die Bundesliga-Profis denken an die Opfer des Erdbebens in Japan. Der Schalker Atsuto Uchida und Bochums Chong Tese trugen T-Shirts - in zwei Spielen trugen die Mannschaften einen Trauerflor.

Essen. Atsuto Uchida spielte am Samstag richtig gut - vielleicht sogar so gut wie noch nie im Trikot des FC Schalke 04. Für seine Leistung beim 2:1 gegen Frankfurt gab’s von DerWesten die Note „2,5“, von den Schalker Fans laute „Uchiiii“-Anfeuerungsrufe - und doch war der Rechtsverteidiger mit den Gedanken ganz woanders. Der 22-Jährige präsentierte vor und nach dem Abpfiff ein T-Shirt mit der japanischen und deutschen Aufschrift: „Liebe Freunde in Japan. In der Hoffnung, dass viele Leben gerettet werden. Lasst uns zusammenstehen.“ Er zeigte das Shirt auch vor der Schalker Nordkurve. „Dieses Unglück geht mir sehr, sehr nahe“, sagte Uchida. „Ich halte den Kontakt nach Japan.“

Nicht nur Uchida, sondern alle Profifußballer denken an die Opfer in Japan. Bei den Partien Bayern München gegen Hamburger SV und VfL Wolfsburg gegen 1. FC Nürnberg trugen alle Spieler einen Trauerflor. Gerade die Wolfsburger haben eine besondere Beziehung. Mittelfeldspieler Makoto Hasebe stammt aus Japan und Trainer Pierre Littbarski ist mit einer Japanerin verheiratet. „Litti“ hat jahrelang in der stark betroffenen Stadt Sendai gespielt. „Wir denken an unsere vielen Freunde dort“, sagte Littbarski. Hasebes Verwandte leben etwa 150 Kilometer von Tokio entfernt.

In Japan selbst hält sich Spielmacher Shinji Kagawa von Borussia Dortmund gerade auf. Er befindet sich in der Reha nach seinem Mittelfußbruch. „Wir haben mit seinem Dolmetscher telefoniert. Ihm und seiner Familie geht es gut. Wir werden alles daransetzen, dass er früher zurückkommt, aber das war ohnehin für die nächsten Tage geplant“, sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

In der 2. Bundesliga präsentierte Stürmer Chong Tese vom VfL Bochum beim 3:1-Auswärtssieg in Aachen ein Shirt. Tese ist zwar Nordkoreaner, wuchs aber in Japan auf und spielte ausschließlich für japanische Klubs. „Ich hoffe soviel wie möglich dass Menschen Leben in Japan gerettet werden. Helft einander!“, teilte Tese mit.