Bundesliga: Herber Fan-Rückschlag – Söder gegen Zuschauer in Stadien

Bundesliga: Markus Söder hält nichts von einer Fanrückkehr in die Stadien.
Bundesliga: Markus Söder hält nichts von einer Fanrückkehr in die Stadien.
Foto: imago images/Sven Simon/Matthias Koch - Montage: DER WESTEN

Im September startet die Bundesliga offiziell in ihre 58. Spielzeit. Doch die große Frage bleibt: Dürfen Fans zum Auftakt wieder in die Stadien? Seit Wochen versuchen die Vereine, Konzepte zu entwickeln, die zumindest eine teilweise Zulassung möglich machen sollen.

Doch nun müssen alle Fans der Bundesliga einen herben Rückschlag hinnehmen. Denn wenn es nach dem Bayrischen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geht, kommt das unter gar keinen Umständen in Frage.

Bundesliga: Söder zweifelt an Lockerungen

Nichts wünschen sich die Fans der Bundesliga sehnlicher, als ihre Mannschaften endlich wieder im Stadion anfeuern zu können. Die Hoffnung darauf stieg über die letzten Wochen, setzen sich DFL und Bundesliga-Klubs doch für eine teilweise Rückkehr der Zuschauer in die Arenen dieses Landes ein.

Dafür wurden eigens Konzepte entwickelt, um alle Hygienevorschriften einhalten zu können. Vizemeister Borussia Dortmund beispielsweise stellte bereits einige Eckpunkte des eigenen Konzepts vor. Darin enthalten sind beispielsweise:

  • Maskenpflicht im Stadion bis man auf seinem Sitzplatz angelangt ist
  • Verschiedene Zeitfenster beim Einlass der Zuschauer
  • Um Abstandsregelungen einhalten zu können soll jede zweite Sitzreihe leer bleiben

Die Auswirkungen dieser Maßnahmen wären enorm (Alle weiteren Infos zu dem BVB-Konzept gib es hier>>). Statt der in Dortmund üblichen 83.000 Zuschauer könnten so nur bis zu 15.000 Fans dem BVB zuschauen. Doch selbst das sei zu viel sagt nun Markus Söder.

Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ spricht sich der Ministerpräsident deutlich gegen Zuschauer zum Bundesligastart aus. Dies begründet er vor allem damit, dass es seiner Ansicht nach aktuell keinen Grund für Lockerungen gebe.

„Ich bezweifle, dass wir im August weitere Lockerungen beschließen können. Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar“, erklärt der CSU-Politiker.

Söder spricht von falschem Signal

Söder, der sich vor einigen Wochen deutlich zum Bundesliga Re-Start bekannte, sieht Zuschauer in den Stadien als falsches Zeichen. „Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde“, erklärt er gegenüber der „BamS“.

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Die Vereine müssen sich allem Anschein nach also erstmal auf weitere Geisterspiele und somit auf ausbleibende Ausnahmen vorbereiten. Das letzte Wort in der Causa Fanrückkehr wird das aber sicherlich nicht bleiben. (mh)

 
 

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