Bundesliga: DFL-Sitzung im Live-Ticker – DAS ist der große Masterplan

Die DFL will die Bundesliga am 9. oder 16. Mai fortsetzen.
Die DFL will die Bundesliga am 9. oder 16. Mai fortsetzen.
Foto: imago images/Poolfoto S

Am Donnerstag tagen die DFL und die 36 Profivereine der 1. und 2. Bundesliga. Zentrales Thema der Sitzung: Welchen Masterplan zur Fortsetzung der Saison stellt die Liga der Politik vor?

Eine Woche später (30. April) berät die Sportministerkonferenz der Länder dann mit der Bundesregierung, wann der Ball in der Bundesliga tatsächlich wieder rollen soll.

Bundesliga: DFL-Sitzung im Live-Ticker

Ganz Fußball-Deutschland blickt also zunächst auf die Sitzung der DFL, und dann auf die Gespräche mit Angela Merkel in Berlin.

Alle Infos zur DFL-Versammlung und zum weiteren Vorgehen in der Bundesliga gibt’s in unserem Live-Ticker.

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Donnerstag, 23. April

11.44 Uhr: Vereine bekommen TV-Gelder

Eines der wichtigsten Themen der heutigen DFL-Sitzung ist die Ausschüttung der vierten Rate der TV-Gelder. Laut „Bild“ habe die DFL sich mit Sky, ARD und ZDF auf folgendes Modell einigen können:

Sky zahlt etwas weniger als die noch ausstehenden 225 Millionen Euro – garantiert aber, dass das Geld noch in diesem Monat an die Vereine überwiesen wird.

Auch ARD und ZDF seien bereit, ihre ausstehende Rate von 40 Millionen Euro auszuschütten.

Die Gespräche mit DAZN gestalten sich demnach schwieriger – auch weil der Streamingdienst durch den weltweiten Stopp aller Sportereignisse und eine große Kündigungswelle unter Druck geraten ist. Die ausstehende DAZN-Rate soll 20 Millionen Euro betragen.

11.16 Uhr: Strenge Hygieneregeln für Vereine

Vereine und Spieler müssen sich laut des DFL-Plans an strenge Hygieneregeln halten. Einige der Punkte:

  • Personalisierte Getränkeflaschen
  • Temparaturkontrolle bei Betreten des Trainingsgeländes
  • Auf den Trainerbänken soll nur jeder zweite oder dritte Sitz benutzt werden
  • Keine Einlaufkinder, keine Maskottchen
  • Kein Handshake, keine Teamfotos
  • Türklinken nicht mit der Hand berühren

11.00 Uhr: DAS ist der große Masterplan

Die DFL und die 36 Vereine beginnen nun mit ihrer Sitzung. Laut „Bild“ sind die entscheidenden Punkte des heute vorgestellten Masterplans:

  • Es geht entweder am 9. oder 16. Mai weiter – und zwar definitiv mit dem 26. Spieltag. Die Saison soll am 21. oder 28. Juni enden.
  • Alle Spieler werden pro Woche mindestens einmal auf CoVid-19 getestet. Diese Tests kosten die Teams der 1. und 2. Bundesliga insgesamt 2,5 Millionen Euro.
  • Die Vereine müssen sich im Stadion und am Trainingsgelände an strenge und sehr konkret formulierte Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen halten. Dazu muss jeder Club einen Hygienebeauftragten benennen.
  • TV-Gelder: Die vierte Rate für die Saison 2019/20 wurde noch nicht an die Vereine ausgeschüttet. Mit Sky, ARD und ZDF sei allerdings bereits eine Einigung erzielt worden. Mit DAZN werde noch verhandelt.

10.23 Uhr: Spielergewerkschaft über Situation unterhalb der Bundesligen besorgt

Ulf Baranowsky bereitet als Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VDV vor allem die Situation unterhalb der Bundesliga und 2. Liga Sorgen. „Kurzarbeit, auslaufende Verträge, Zukunftsängste: Die Situation ist insbesondere für Spieler in der dritten Liga und der Regionalliga schwierig“, sagte Baranowsky der Tageszeitung „Die Welt“. Die VDV versuche mit arbeitsrechtlicher Beratung, Laufbahncoaching und psychologischer Unterstützung zu helfen. Auch das VDV-Proficamp für vereinslose Spieler sei wieder geplant.

Unabhängig von der Pandemie haben die VDV in der laufenden Saison bereits vier Insolvenzverfahren begleitet. „In Wattenscheid und Erfurt musste sogar der Spielbetrieb eingestellt werden“, merkte Baranowsky an und forderte ein Umdenken an: „Seit Jahren ist zu beobachten, dass viele Clubetats auf Kante genäht sind. Für die Zukunft gilt es daher, den Fußball robuster aufzustellen.“ Hier biete sich die Krise als Chance an.

9.00 Uhr: Umfrage: 44 Prozent der Fußballfans will wieder häufig zu Großevents

Knapp die Hälfte der deutschen Fußball-Fans will künftig mindestens genauso häufig zu sportlichen Großveranstaltungen gehen wie vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. Laut einer Umfrage des Forschungs- und Beratungsunternehmen Nielsen Sports erklärten 37 Prozent der befragten Fußballinteressierten im Alter von 16 bis 65 Jahren erklärten, genauso häufig Events besuchen würden wie vor der Krise. Sieben Prozent sagten sogar, dass sie noch häufiger zu solchen Fußball-Veranstaltungen gehen würden als vor der Krise durch das Virus Sars-CoV-2.

7.34 Uhr: Heute wird es ernst

Guten Morgen und herzlich willkommen zu unserem Live-Ticker zur DFL-Sitzung. Heute wird es ernst im deutschen Fußball. Wir halten dich hier auf dem Laufenden.

Mittwoch, 22. April

18.39 Uhr: BVB befürchtet Wettbewerbsnachteile bei Heimspielen ohne Fans

Borussia Dortmund befürchtet Wettbewerbsnachteile, falls die wegen der Corona-Pandemie ausgesetzte Saison in der Fußball-Bundesliga ohne Zuschauer fortgesetzt wird. „Wenn du die über 80 000 Fans, alleine die fast 25 000 auf der Südtribüne, auf einmal nicht mehr in deinem Rücken hast, ist das sicherlich kein Vorteil“, sagte der Leiter der Lizenzspielerabteilung, Sebastian Kehl, der „Sport Bild“.

Der gegenwärtige Tabellenzweite ist in dieser Spielzeit bislang die heimstärkste Mannschaft und hat vor eigenem Publikum auch die meisten Tore aller Konkurrenten erzielt. Die sogenannte Gelbe Wand auf der größten Stehplatztribüne Europas gilt als besonders laut. Das sieht auch Nationalspieler Emre Can so: „Es ist jetzt kein Vorteil für uns, dass wir ohne Zuschauer spielen müssen - da muss man ehrlich sein“, sagte der 26-Jährige.

15.13 Uhr: Sportrechtler zu Fußball-Geisterspielen: „Ein gewagtes Spiel“

Der Sportrechtsexperte Michael Lehner lehnt Geisterspiele im Fußball wegen der unabwägbaren Risiken strikt ab und plädiert für einen Abbruch der Bundesligasaison. „Für mich ist die Problematik des Gesundheitsschutzes nicht gelöst“, sagte der in Heidelberg ansässige Rechtsanwalt am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Ein positiver Fall mit Quarantäne-Verpflichtung würde alles wieder durcheinander werfen. Es ist ein gewagtes Spiel, fast ein Roulettespiel.“ Die Ministerpräsidenten der Länder halten eine Fortsetzung der Saison ohne Zuschauer ab Mitte Mai für denkbar.

11.54 Uhr: Spahn offen für Fußball-Geisterspiele mit Schutzvorkehrungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich erneut offen für Fußball-Geisterspiele ohne Publikum unter besonderen Schutzvorkehrungen wegen der Coronavirus-Pandemie gezeigt. „Wenn das gelingen kann bei minimiertem und so gut wie möglich ausgeschlossenem Infektionsrisiko, dann kann das sicherlich gehen“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Dies sei nun zu bewerten.

Spahn verwies darauf, dass es für Millionen Fans in Deutschland wichtig und auch ein Stück Normalität wäre, wenn man am Fernsehen Spiele miteinander zu Hause in der Familie verfolgen könnte - allerdings nicht in größeren Gruppen. Dies könne für Fußball gelten, aber auch für andere Sportarten.

Die Fußball-Bundesliga und 2. Bundesliga pausieren bis mindestens zum 30. April. An diesem Donnerstag will die Deutsche Fußball Liga über weitere Schritte und eine mögliche Saisonfortsetzung mit Geisterspielen beraten.

8.21 Uhr: Das passiert am Donnerstag

Auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga wird an diesem Donnerstag (11.00 Uhr) das Konzept für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga vorgestellt. Das von der Task Force „Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ unter der Leitung von DFB-Chefmediziner Tim Meyer erarbeitete Strategiepapier soll den Vertretern der 36 Profivereine im Detail erläutert werden und als Grundlage für die von der Liga im Mai erhoffte Fortsetzung der Saison dienen. Nicht zu erwarten ist die Festlegung auf einen konkreten Termin für den Neustart, da dieser maßgeblich von der Politik und den Gesundheitsexperten bestimmt wird.

Bereits um 10.00 Uhr beginnt die Sitzung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union, das sich mit dem internationalen Terminkalender befasst. Erwartet wird die Terminierung der Frauen-EM 2021, die voraussichtlich in den Sommer 2022 verschoben wird.

 
 

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