Bayern München und Leroy Sané: Bericht enthüllt folgenreichen „Schweige-Brief“

Hat Bayern Münchens Vorstandschef Rummenigge die Fans an der Nase herumgeführt?
Hat Bayern Münchens Vorstandschef Rummenigge die Fans an der Nase herumgeführt?
Foto: dpa

München. Hin und her und her und hin. Das Wechseltheater um Bayern München und Leroy Sané nimmt langsam absurde Ausmaße an. Manchmal scheint der Wechsel des deutschen Nationalspielers kurz bevorzustehen, dann wieder steht er vor dem endgültigen Scheitern. Und mittendrin ist eine offenbar heillos zerstrittene Bayern-Führung.

Doch ein Bericht von „Bild“ legt nun nahe, dass der Streit zumindest teilweise inszeniert ist. Konkret geht es um den Rüffel, den Vorstandschef Rummenigge seinem Trainer Nico Kovac verpasst hat.

Bayern München: Alles nur inszeniert?

Kovac hatte im ZDF extrem optimistisch über einen möglichen Sané-Wechsel gesprochen: „Leroy ist ein toller Fußballer. Den möchten wir. Unsere Vereinsführung ist dort sehr engagiert hinten dran. Ich gehe davon aus, dass wir ihn bekommen können.“ Rummenigge kritisierte diese Äußerungen scharf. „Mir hat die Aussage nicht gefallen. Da mache ich keinen Hehl draus“, so Rummenigge am Rande des Audi-Cups.

Laut „Bild“ setzte es die heftige Kritik nur, um den Transfer zu retten. Das ist zumindest insofern logisch, als dass Bayern-Boss Hoeneß schon vor Monaten sehr viel offensiver über einen möglichen Sané-Wechsel sprach. Die Aussage von Kovac soll die Verantwortlichen bei City aber verärgert haben. Auch Kovac kroch später zu Kreuze und entschuldigte sich.

Ins Bild passt da ein Bericht des „kicker“. Demnach hat Manchester City schon vor zwei Wochen eine Art „Schweige-Schreiben“ an die Bayern geschickt. Darin bittet der Guardiola-Klub darum, sich in Sachen Sané öffentlich zurückzuhalten. Wahrscheinlich hatten die Bayern Sorge, dass die Äußerungen des Trainers den Transfer gefährden würden.

Leroy Sané und Bayern München: Eine unendliche Transfer-Geschichte

Leroy Sané und der FC Bayern München. Es ist die langwierigste und schwierigste Transfer-Rangelei des Sommers. Lange schien es, als sei der FC Bayern München im Kampf um Leroy Sané chancenlos - doch zuletzt mehrten sich die Anzeichen auf einen möglichen Wechsel.

Manchester City war laut Berichten schon auf der Suche nach einem Sané-Ersatz. Bayern-Trainer Nico Kovac äußerte sich im Gespräch mit dem ZDF extrem optimistisch und dann war da natürlich noch die Verschiebung des Bayern-Mannschaftsfotos. Kleine Häppchen der Hoffnung - aber die Fans des FC Bayern dürften sie gierig verschlungen haben.

Bayern München: City will Sané wohl nicht gehen lassen

Doch ein Bericht der spanischen Sportzeitung „As“ scheint nun jedwede Hoffnung auf einen Sané-Transfer zu zertrümmern. Demnach hat Manchester City mit Real Sociedad tatsächlich über den angeblichen Sané-Ersatz Mikel Oyarzabal (22) gesprochen - aber nur, um dem Klub zu versichern, dass man nicht an einer Verpflichtung interessiert sei.

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Auch mit Sané habe der Klub in Form von Trainer Pep Guardiola gesprochen. Der Katalane habe dem deutschen Nationalspieler eine klare Ansage gemacht, so „As“. City werde ihn unter keinen Umständen an den FC Bayern verkaufen, Sané soll bei den Citizens bleiben.

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Das ist Leroy Sané:

  • Geboren 1996 in Essen
  • Spielte in der Jugend für Wattenscheid, Schalke und Bayer Leverkusen
  • Im April 2014 feierte Sané sein Debüt für die Knappen, in der Folgesaison bekam er direkt einen Profivertrag
  • Nach einer überragenden Profisaison wechselte der damals 20-Jährige 2016 für über 50 Millionen Euro zu Manchester City
  • Dort erzielte er in 89 Spielen bisher 25 Tore, zuletzt musste Sané aber häufig auf der Bank Platz nehmen

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Guardiola hatte auch in der Vergangenheit immer wieder erklärt, dass er ein Fan von Sané sei und den 23-Jährigen gerne halten würde.

Auch Bayern-Jungstar Joshua Kimmich glaubt nicht mehr an den Wechsel von Sané. Gegenüber Sky sagte er: „Wenn Leroy wollen würde, wäre er wahrscheinlich schon hier.“ Und tatsächlich hat Sané in der Vergangenheit nie auch nur im entferntesten durchblitzen lassen, dass er zu den Bayern will.

Bayern würde der Königstransfer fehlen

Damit würde Bayern ohne seinen ersehnten Königstransfer in die kommende Saison gehen. Allerdings zeigt sich der deutsche Meister auch ohne Sané in einer beeindruckenden Frühform, überrolte in der Vorbereitung zahlreiche Klubs mit beeindruckenden Leistungen.

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Gut möglich, dass die Bayern Sané letztlich gar nicht brauchen, um ihre Ziele zu erreichen - mit Ausnahme der Champions League. Denn es ist schwer vorstellbar, dass die Bayern in Europas Königsklasse ohne einen weiteren Offensiv-Star wirklich um den Titel mitspielen können.

 
 

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