Bochum schockt den BVB durch zwei Elfmetertore

Der VfL gewann das U19-Derby gegen den BVB durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit.
Der VfL gewann das U19-Derby gegen den BVB durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit.
Foto: Thorsten Tillmann

Dortmund.. Die A-Junioren des VfL Bochum haben das erste Saisonspiel der Bundesliga West bei Borussia Dortmund mit 2:1 (1:1) gewonnen.

Die Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit: Der starke Ulrich Bapoh startete einen letzten Konter für den VfL, legte vor dem Strafraum quer auf den eingewechselten Sergio Gucciardo, dessen Torschuss bekam Sören Lippert unglücklich an den ausgefahrenen Arm. Schiedsrichter Jan Oberdörster entschied auf Strafstoß. Gucciardo bezwang BVB-Schlussmann Luca Unbehaun (91.) und feierte anschließend ausgelassen den ersten Saisonsieg.

Schiedsrichterentscheidung nicht immer richtig

Borussia-Trainer Benjamin Hoffmann haderte nach dem Spiel mit einigen Schiedsrichterentscheidungen: „Sören wird aus kurzer Distanz angeschossen, das muss man nicht unbedingt pfeifen. Zuvor hat er uns bereits ein reguläres Tor verwehrt und auch der erste Elfmeter war sehr strittig."

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Dortmund war bereits sehr früh durch Emre Aydinel in Führung gegangen (5.). Anschließend dominierten die Gastgeber das Geschehen, ließen nach 20 Minuten aber nach. Die Mannschaft von VfL-Trainer Jens Rasiejewski wurde aktiver und bekam nach einem Zweikampf zwischen Bapoh und den beiden Dortmundern Lippert und Luca Kilian einen ersten Elfmeter zugesprochen. Dominik Steczyk verwandelte eiskalt zum 1:1-Halbzeitstand (30.).

Bärenstarker Angreifer

„Dass Bapoh eine gewisse Qualität hat, das wussten wir", sagte Hoffmann, der den bärenstarken Angreifer den VfL heraushob. Trotzdem sah der BVB-Trainer seine Mannschaft eigentlich näher am Sieg: "Die strittigen Situationen sind nicht unbedingt die Ursache für die Niederlage. Wir haben das Spiel gerade in der zweiten Halbzeit dominiert, hatten zwar nicht allzu viele 100-prozentige Möglichkeiten, aber doch schon die eine oder andere Einschussgelegenheit. Im vorderen Drittel müssen wir uns noch verbessern, das habe ich schon vor dem Ruhr-Cup gesagt."

Sieg ist nicht unverdient

Auf der anderen Seite war Rasiejewski unglaublich glücklich über die ersten drei Punkte unter seiner Regie: „Am Ende stand das Spiel auf der Kippe, entweder bekommt der Gegner noch eine Chance oder wir. Diesmal war das Glück auf unserer Seite. Gerade nach unseren Kontern hatten wir drei oder vier gute Möglichkeiten, daher ist der Sieg auch nicht unverdient."

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