Essen

Regionalliga West live sehen? TV-Revolution im Amateurfußball wird ausgebaut

So sieht die Kamera im Alltag aus: Auf Höhe der Mittellinie erfassen die Linsen die gesamte Breite des Spielfelds - und streamen Videos in HD-Qualität.
So sieht die Kamera im Alltag aus: Auf Höhe der Mittellinie erfassen die Linsen die gesamte Breite des Spielfelds - und streamen Videos in HD-Qualität.
Foto: SK

Essen. Im Februar fiel der Startschuss. Alle Augen waren auf die Regionalliga-Partie SV Drochtersen/Assel - 1. FC Germania Egestorf-Langreder gerichtet.

Getestet wurde eine neue Form der Liveübertragung. Das alles mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit für Spiele aus dem Amateurbereich zu steigern.

Der DFB ließ damals verlauten, dass die Übertragung vollautomatisiert ablief. 2500 User schauten sich die Premieren-Partie im Internet an.

Tests liefen bisher positiv

Für die Vorbereitung war damals nicht viel nötig: Eine Kamera wurde an einem hohen Mast befestigt, die Internetverbindung musste stimmen. Die Investitionskosten wurden von sporttotal.tv, einer hundertprozentigen Tochter der Wige Media, vorfinanziert, erklärte der Verband im Februar.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagte: „Die Vereine haben die Chance, sich auf diese Infrastruktur zu beziehen.“

In der erfolgreich abgeschlossenen Pilotphase hat sporttotal.tv in der Rückrunde der Saison 2016/2017 Spiele aus der Regionalliga Nord, der Oberliga Niedersachsen sowie den Bayernligen Nord und Süd übertragen. Schrittweise sollen nun deutschlandweit weitere Amateurligen hinzukommen.

Fazit von Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure:

„Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase wissen wir, dass dieses Kamerasystem und die Plattform eine neue Perspektive für den Amateurfußball bieten – ob im Livestream, als Video on Demand oder als Posting in den sozialen Netzwerken. Besonders die jungen Fußballerinnen und Fußballer kommunizieren über die sozialen Netzwerke. Sie posten und teilen Bewegtbild-Segmente von Spielen ihrer eigenen Mannschaft und ihres Heimatvereins. Die ausgezeichnete Resonanz und die hohen Zuschauerzahlen der bisher übertragenen Spiele zeigen, wie attraktiv Amateurfußball sein kann."

Bedeutet: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die DFB GmbH und die sporttotal.tv gmbh haben eine langfristige Kooperation zur Steigerung der Sichtbarkeit und Präsentation des Amateurfußballs vereinbart.

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Klubs ab der Regionalliga sollen mit Kameras ausgestattet werden

Ab der Regionalliga abwärts sollen immer mehr Vereine mit der Videotechnik ausgestattet werden, die es erlaubt, Fußballspiele in hoher Qualität zu übertragen. Die Zusammenarbeit gilt zunächst für zehn Jahre.

Peter Lauterbach, CEO der _wige MEDIA AG, betont:

„Die hervorragenden Erfahrungen aus der Pilotphase sowie das hohe Interesse an Werbepartnerschaften haben uns zu einer eindeutigen Entscheidung geführt: Wir werden sporttotal.tv deutschlandweit als die Bewegtbildplattform für den Amateurfußball etablieren."

Rahmendaten des Projekts, die diese Redaktion bereits im Februar 2017 nannte: Der Businessplan sieht 3000 Kooperationsvereine bis 2020 vor. Die Kosten für die Kamera von 10.000 Euro sowie derselbe Betrag für die Installation zahlt zunächst Wige.

Den Klubs wird lediglich eine monatliche Mietgebühr von 9,90 Euro auferlegt. Für den User soll das Angebot kostenfrei bleiben und sich über Werbung refinanzieren – nur wer später die werbefreie Version will, muss zahlen.

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