Ahlen-Trainer Antwerpen hört nach Rassismus-Vorwürfen auf

Rot Weiss Ahlens Trainer Marco Antwerpen hat nach
Rassismus-Vorwürfen  "die Schnauze voll von Fußball."
Rot Weiss Ahlens Trainer Marco Antwerpen hat nach Rassismus-Vorwürfen "die Schnauze voll von Fußball."
Foto: Karl Gatzmanga
Am 4. April verhandelt die Spruchkammer über eine eventuelle Bestrafung von Marco Antwerpen. Einen Entschluss hat der Ahlener Coach jedenfalls schon gefasst. Nach den Rassismus-Vorwürfen hat "Marco die Schnauze voll von Fußball."

Ahlen. Seine Trainertätigkeit wird der 41-Jährige, der mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert wurde, am Saisonende mit Vertragsablauf beenden um ein Jahr Fußball-Pause einzulegen. Manager Joachim Krug bedauert diese Entscheidung zutiefst: „Wir hätten liebend gerne mit ihm weitergearbeitet. Aber nach der Sache in Schermbeck ist Marco emotional im Keller und hat die Schnauze voll von Fußball. Wir sind schon etwas überrascht, denn wir dachten, er steht das durch. Aber das ist eine harte Nummer“, hat Krug Verständnis für „Anti“, wie er von den Ahlener Fans genannt wird. „Natürlich sind wir auf dem Fußballplatz alle keine Engel. Nach Schlusspfiff sollte das aber eigentlich erledigt sein. Diese Angriffe danach auf den Menschen Marco Antwerpen sprengen jede Grenze. Wir können seine Entscheidung auf jeden Fall nachvollziehen.“

Vorerst keine Suche nach einem Nachfolger

In Hektik verfällt Krug auf der Suche nach einem Nachfolger jedoch noch nicht. „Wir werden erst mal gar nichts machen“, sagt er in der Hoffnung, dass Antwerpen seine Entscheidung nach einem eventuellen Freispruch noch mal überdenkt. Des Weiteren habe der Verein mit Co-Trainer Carlos Castilla und U19-Coach André Krupphölter, der mit seiner Mannschaft überraschend stark in der A-Junioren Westfalenliga aufspielt, zwei starke interne Lösungen parat. „Wir werden die nächsten 14 Tage den Ball flach halten. Der 4. April wird ein wichtiger Tag für alle. Wir erwarten, dass Marco freigesprochen wird und wenn er dann Gelegenheit hatte durchzuatmen, werden wir nochmal miteinander reden.“

[kein Linktext vorhanden]Schließlich findet Krug für die Zusammenarbeit mit seinem Übungsleiter nur positive Worte: „Wir haben bewiesen, dass wir es eigentlich aus dem Nichts heraus geschafft haben, eine Mannschaft zusammenzustellen, die in der Oberliga auf dem sechsten Platz rangiert. Eine ordentliche, junge Mannschaft mit Perspektive.“ Doch selbst wenn er freigesprochen werden sollte, bleibt abzuwarten, ob Antwerpen von seiner Entscheidung noch abrückt.

 
 

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