Fortuna Düsseldorf bekommt Sicherheit durch Doppel-Julian

Julian Schauerte (Mitte) ist sich sicher: Er hätte getroffen, wäre der Paulianer Daniel Buballa nicht schneller gewesen.
Julian Schauerte (Mitte) ist sich sicher: Er hätte getroffen, wäre der Paulianer Daniel Buballa nicht schneller gewesen.
Foto: Oliver Hardt/Getty
Die Fortuna-Spieler Koch und Schauerte gehören zu den großen Pauli-Gewinnern. Ob das Duo auch gegen Hannover ran darf, lässt Coach Funkel offen.

Düsseldorf. Viele Gewinner gab es nach dem 1:0-Sieg der Fortunen beim FC St. Pauli am Sonntagnachmittag. Die beiden größten Nutznießer im Düsseldorfer Dress heißen Julian. Bislang hieß es immer: Julian Schauerte oder Julian Koch. Am Millerntor durften beide Kicker auf der rechten Seite von Beginn an ran. Koch hinten in der Viererkette, Schauerte weiter vorn. Und das klappte richtig gut. „Beide haben ihre Sache sehr gut gemacht“, befand Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel nach der Partie, nach der die Rot-Weißen auf dem fünften Tabellenrang liegen. „Durch ihren Einsatz haben sie die rechte Seite sehr sicher gemacht“, so der Coach.

Ihlas Bebou müsste zunächst auf der Bank bleiben

Dabei hatten viele der nach Hamburg mitgereisten Fortuna-Fans nicht schlecht gestaunt, als Ihlas Bebou zunächst auf der Bank bleiben musste und dafür Lockenschopf Schauerte im offensiven Mittelfeld agieren durfte. „Ich hatte diese Idee schonmal in dieser Saison, beide Julians auf rechts spielen zu lassen“, verriet Funkel nach dem Spiel, „aber in der Trainingswoche vor Pauli hat sich das herauskristallisiert. Es war auch kein Risiko, Schaui weiter vorn einzusetzen, denn der ist gelernter Rechtsaußen, der kann das!“

Der Mann mit der Rückennummer vier hatte auch sichtlich Spaß in seiner Rolle. Beinahe wäre ihm sogar das erste Tor im Dress der Fortuna gelungen. Aber beim Treffer des Tages kam ihm sein Hamburger Bewacher Buballa zuvor. „Ich wäre auf jeden Fall da gewesen, ich hätte den Ball auch rein gemacht“, sagte Schauerte, auf das Eigentor angesprochen, nach dem Schlusspfiff.

Friedhelm Funkel: Schnell auf die Beine kommen

Ist der doppelte Julian ein spieltaktisches Konzept für die Zukunft? Dies lässt Trainer Funkel noch offen. „Wichtig ist, dass wir uns nach diesem kräftezehrenden Spiel nun schnell regenerieren“, meinte der 62-Jährige mit Bick auf die nächsten Aufgabe. Hannover sei schon am Freitag, da müsse man nun alles tun, um wieder auf die Beine zu kommen.

Seine Spieler sind heiß auf die Partie, das 1:6 bei den Niedersachsen im Pokal liegt allen Rot-Weißen noch schwer im Magen. „Wir haben noch eine Rechnung mit Hannover offen“, sagt Marcel Sobottka, der sich nach langer Verletzungspause am Sonntag freute, Adam Bodzek und den anderen Rückkehrer, Oliver Fink, im Fortuna-Mittelfeld wieder zu treffen. „Wir wollen zeigen, dass wir auch Fußball spielen können.“

 
 

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