1860-Investor Ismaik meldet sich zu Wort

Im unübersichtlichen Machtkampf beim  Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München hat sich Investor Hasan Ismaik erstmals nach dem Klassenerhalt zu Wort gemeldet.

München.. Der Jordanier ergriff dabei für den angeschlagenen Sportdirektor Gerhard Poschner Partei. "Wir müssen Poschner bis 2017 bezahlen. Jetzt wollen sie ihn feuern. Wo ist da die Logik? Wir müssen ihm 500 000 Euro bezahlen", sagte Ismaik der "Süddeutschen Zeitung". "Wir haben zu viel verloren in den letzten drei Jahren!"

Das Präsidium der "Löwen" um Gerhard Mayrhofer hatte einen Rückzug angekündigt, sollte Ismaik einer Entlassung Poschners nicht zustimmen. Der Investor selbst schließt mittlerweile auch einen Verkauf seiner Anteile nicht mehr aus. "Ich kann darüber nicht reden", sagte er ausweichend.

Offen ist neben dem Posten des Sportdirektors auch die Trainerfrage. Poschner erklärte, er würde gerne mit dem bisherigen Coach Torsten Fröhling verlängern, doch ihm seien die Hände gebunden. "Ich kann nichts tun. Ich brauche die Zustimmung der Gesellschafter. Und so lange ich die nicht habe, kann ich nichts unterschreiben", sagte Poschner dem "Münchner Merkur". Fröhlings Vertrag läuft Ende des Monats aus. Am 21. Juni findet beim TSV die Mitgliederversammlung statt, einen Tag später ist Trainingsstart der Profis.

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