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Hertha-Coach Rehhagel: "Spieler waren paralysiert"

25.05.2012 | 16:57 Uhr

Für Trainer Otto Rehhagel von Hertha BSC Berlin ist das Relegationsrückspiel bei Fortuna Düsseldorf (2:2) am 15. Mai unter "irregulären" Umständen zuende gegangen.

Frankfurt/Main (SID) - Für Trainer Otto Rehhagel von Hertha BSC Berlin ist das Relegationsrückspiel bei Fortuna Düsseldorf (2:2) am 15. Mai unter "irregulären" Umständen zuende gegangen. Vor dem DFB-Bundesgericht schilderte der 73-Jährige am Freitag sehr emotional die entscheidenden Situationen am Rande der Chaos-Partie.

"Das war ein Ausnahmezustand, wie ich ihn zuvor noch nie erlebt habe in 40 Jahren als Trainer. Selbst in Griechenland nicht. Als es zum Platzsturm kam, habe ich gedacht, 'Otto, jetzt wird es gefährlich'", sagte der als Zeuge geladene Rehhagel und beschrieb die Situation während der 21-minütigen Unterbrechung in der Kabine: "Die Spieler waren paralysiert. Das war ein chaotischer Zustand, unsere Südamerikaner hatten Angst."

"König Otto" sagte aus, dass bereits ab der 85. Minute "Ordner, Kinder, Mütter und wildfremde Menschen" um ihn herum in der Coaching Zone gestanden hätten. "Ich hatte deshalb keinen Einfluss mehr auf meine Mannschaft. Und so etwas darf nicht sein", sagte Rehhagel. Das Chaos habe sich angedeutet. "Eine Frau hat gesagt, 'Otto, nimm' es nicht so tragisch'", schilderte der frühere griechische Nationaltrainer einen Vorfall während der Partie.

Rehhagel war vor dem Bundesgericht als einer von insgesamt 16 Zeugen geladen gewesen. Nach seiner Aussage sei er laut Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt allerdings "außer sich" gewesen. Rehhagel hatte sich im Zeugenstand offenbar von Fortunas Rechtsbeistand Horst Kletke nicht standesgemäß behandelt gefühlt. Daraufhin bat Schickhardt den Bundesgerichts-Vorsitzenden Goetz Eilers um eine kurze Unterbrechung: "Ich muss Otto Rehhagel beruhigen", sagte Schickhardt. Eilers unterbrach die Sitzung für fünf Minuten.

Hertha hatte Einspruch gegen die Wertung des Relegationsrückspiels in Düsseldorf eingelegt. Am Montag hatte das DFB-Sportgericht den Protest der Berliner in erster Instanz abgelehnt.

sid

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Kommentare
25.05.2012
18:25
Hertha-Coach Rehhagel:
von Olli_BO | #1

lächerlich, was Trainer, Spieler, Vorstand, Aufsichtsrat etc. da von sich geben. Die ganze Saison haben die Berliner schlechter gespielt als der VfL in seinen schlimmsten Zeiten und jetzt wollen sie sich in die 1. Liga klagen? Wir schlecht bitte ist das. Deren bekloppte Fans haben die Unterbrechung von sieben (!!) Minuten mit ihrem dummen Gezündel da provoziert. Ich als Schiedsrichter hätte die Partie abgebrochen und fertig.

Das, was sie jetzt da haben, ist einfach nur verdient und fertig. Selbst schuld, wer so mies spielt, der gehört eben nur in die 2. Liga.

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