Wählen Sie den besten NRW-Libero seit Beginn der Bundesliga

In der Fußball-Bundesliga läuft die 50. Saison. Und die WAZ feiert sie mit der Wahl der besten NRW-Elf aus 50 Jahren Bundesliga. Im zweiten Teil sind die Liberos an der Reihe. Lesen Sie die Kurzportraits und wählen Sie Ihren Favoriten aus elf Kandidaten.

Essen.. Zeit für eine Zwischenbilanz: Mehrere tausend Torwart-Stimmen sind für das Top-Team in NRW aus 50 Jahren Bundesliga bereits abgegeben worden. Für die große Resonanz sagen wir: Danke, liebe Leserinnen und Leser! Wer bei der Wahl vorne liegt, wollen wir nicht verraten. Dieses Geheimnis lüften wir erst zum Schluss. Bis dahin können Sie auch noch Ihren Top-Kandidaten im Tor wählen.

Im zweiten Teil präsentieren wir elf Liberos. Diese Position ist in modernen Spielsystemen zwar nicht mehr zu finden, hatte über Jahrzehnte aber ihren festen Platz im Fußball. Den Libero mit den meisten Stimmen zählen wir am Ende zur Innenverteidigung. Eine Jury mit Bernard Dietz, Ikone des MSV Duisburg, und Olaf Thon, ehemals Schalkes Kapitän, hat die vorliegende Auswahl getroffen.

Als erstes Auswahlkriterium war entscheidend, dass nur Liberos vorgestellt werden dürfen, die bei NRW-Klubs in der Bundesliga gespielt haben. Die Jury hat auch berücksichtigt, ob der Spieler während seiner Zeit bei einem dieser Vereine Erfolge feiern konnte. Dabei ging es nicht nur um Titel.

So wählen Sie mit

Wir bieten Ihnen drei Möglichkeiten, an der Aktion teilzunehmen. Erstens: Sie klicken im Internet unter waz.de/topelf auf den roten Button und stimmen so für Ihren Favoriten ab.

Zweitens: Sie senden eine SMS mit folgendem Text: „westen Libero Name des Spielers“ an die Kurzwahl 33339 (ohne Vorwahl/0,50 Euro/SMS).

Drittens: Sie schicken eine Postkarte an folgende Adresse: WAZ-Sportredaktion, Friedrichstraße 34-38, 45128 Essen, Stichwort: Topelf. Auf dieser Postkarte müssen Sie den Namen Ihres Top-Kandidaten sowie Ihren Namen und Ihre Adresse angeben. Ihre Daten werden ausschließlich zur Durchführung der Aktion verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Die Gewinner werden benachrichtigt.

Eine Stimme pro Position

Jedes Spiel hat Regeln. Das gilt auch für unsere Leserwahl. Deshalb können Sie für jede Position, die wir vorstellen, nur eine Stimme abgeben. Die Teilnahme lohnt sich. Es gibt viele Preise zu gewinnen – auch Tablet-Computer. Sie haben die Wahl!

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Franz-Josef Tenhagen

4:0 geführt, 5:6 verloren − gegen Bayern München. Franz-Josef Tenhagen kassiert mit Bochum am 18. September 1976 eine historische Niederlage. 1977 buhlt Bayern um den Libero. Tenhagen sagt ab, weil er weiter am Niederrhein leben will. Im selben Jahr wird er der erste VfL-Nationalspieler. Heute besitzt er ein Sportgeschäft in Emmerich.

Geboren: 31. Oktober 1952 in Millingen
Bundesliga-Vereine in NRW: Rot-Weiß Oberhausen, VfL Bochum, Borussia Dortmund
Bundesliga-Spiele: 457, davon 306 für Bochum
Nationalelf-Einsätze: 3

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Gerd Zewe

Fortuna Düsseldorf krasser Außenseiter, der FC Barcelona haushoher Favorit. Trotzdem geht es am 16. Mai 1979 in die Verlängerung. Doch die Sensation im Finale des Europapokals der Pokalsieger bleibt aus: Düsseldorf verliert 3:4. Die Kapitänsbinde trägt Gerd Zewe, 15 Jahre Leistungsträger der Rheinländer, heute eine Fortuna-Legende.

Geboren: 13. Juni 1950 in Stennweiler
Bundesliga-Vereine in NRW: Fortuna Düsseldorf
Bundesliga-Spiele: 440, alle für Fortuna
Größte NRW-Vereinserfolge: DFB-Pokalsieger 1979 und 1980, Finalist im Europapokal der Pokalsieger 1979
Nationalelf-Einsätze: 4

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Uli Stielike

Geradlinig, kompromisslos, teilweise auch stur – so geht Uli Stielike seinen Weg. Mit Gladbach tritt er den Triumphzug durch die 70er an. 1980 gewinnt Stielike der mittlerweile bei Real Madrid spielt, den EM-Titel in Italien. 1982 wird er in Spanien Vizeweltmeister.

Geboren: 15. November 1954 in Ketsch
Bundesliga-Verein in NRW: Borussia Mönchengladbach
Bundesliga-Spiele: 109, alle für Gladbach
Größte NRW-Vereinserfolge: Deutscher Meister 1975, 1976, 1977, DFB Pokalsieger 1973, Uefa-Pokalsieger 1975
Nationalelf-Einsätze: 42

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Klaus Fichtel

Sein Erstliga-Debüt misslingt. Klaus Fichtel trifft das eigene Tor, Schalke verliert am 14. August 1965 in Stuttgart 0:1. Doch „Tanne“ ist unverwüstlich. Erst 1988, mit 43 Jahren, verlässt Fichtel die Bundesliga-Bühne. Die Fans rollen beim Abschiedsspiel ein Transparent aus: „Der Wald stirbt – die Tanne steht“.

Geboren: 19. November 1944 in Castrop-Rauxel
Bundesliga-Verein in NRW: Schalke
Bundesliga-Spiele: 552, davon 477 für Schalke
Größte NRW-Vereinserfolge: DFB-Pokalsieger 1972, Deutscher Vizemeister 1972 und 1977
Nationalelf-Einsätze: 23

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Wilfried Hannes

Gladbach verpflichtet ihn als Stürmer – mit Handicap: Wegen eines Tumors verliert Wilfried Hannes als Kind ein Auge. Trotz seines Glasauges ist er kopfballstark – und erzielt so auch Tore. In Personalnot beordert ihn Borussen-Trainer Udo Lattek eines Tages in die Abwehr. Ein Libero der Extraklasse ist geboren.

Geboren: 17. Mai 1957 in Düren
Bundesliga-Vereine in NRW: Borussia Mönchengladbach, Schalke
Bundesliga-Spiele: 309, davon 261 für Gladbach
Größte NRW-Vereinserfolge: Deutscher Meister 1976 und 1977, Uefa-Pokalsieger 1979
Nationalelf-Einsätze: 8

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Hans-Günter Bruns

Er zündet den Turbo. Gladbachs Blondschopf rennt 1983 gegen Bayern München über das ganze Feld. Er schießt – und scheitert. Zweimal Innenpfosten: kein Tor. Hans-Günter Bruns hat an diesem Tag seiner großen Laufbahn riesiges Pech.

Geboren: 15. November 1954 in Mülheim an der Ruhr
Bundesliga-Vereine in NRW: Schalke, Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf
Bundesliga-Spiele: 366, davon 331 für Gladbach
Größte NRW-Vereinserfolge: Uefa-Pokalsieger 1979 mit Gladbach, DFB-Pokalsieger 1980 mit Düsseldorf
Nationalelf-Einsätze: 4

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Thomas Helmer

Große Karriere im Süden, Anfänge im Westen: 1986 aus Bielefeld zum BVB gewechselt, wird Thomas Helmer sofort Stammspieler. 1992 wechselt er im bis dahin teuersten Bundesliga-Transfer (7,5 Mio. DM) zum FC Bayern, 1996 gewinnt er den EM-Titel. Heute ist Helmer TV-Moderator und Aufsichtsratsmitglied bei Arminia Bielefeld.

Geboren: 21. April 1965 in Herford
Bundesliga-Vereine in NRW: Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund
Bundesliga-Spiele: 390, davon 190 für Dortmund
Größte NRW-Vereinserfolge: DFB-Pokalsieger 1989
Nationalelf-Einsätze: 68

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Jens Nowotny

Vier Kreuzbandrisse in einer Karriere – Pechvogel Jens Nowotny. Sein bitterster Rückschlag: die Verletzung im Champions-League-Halbfinale gegen Manchester United 2002. Nowotny verpasst das Endspiel gegen Real Madrid, das DFB-Pokalfinale und den Meisterschaftsendspurt. Ohne ihn wird Leverkusen dreimal Zweiter.

Geboren: 11. Januar 1974 in Malsch
Bundesliga-Verein in NRW: Bayer Leverkusen
Bundesliga-Spiele: 334, davon 231 für Leverkusen
Größte NRW-Vereinserfolge: Champions-League-Finalist 2002, DFB-Pokalfinalist 2002 (jeweils aber verletzt)
Nationalelf-Einsätze: 48

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Matthias Herget

Es geschieht ein Wunder in der Grotenburg: Uerdingen hat das Viertelfinal-Hinspiel im Europapokal der Pokalsieger in Dresden 0:2 verloren, liegt am 19. März 1986 im Rückspiel 1:3 zurück. Doch Bayer 05 triumphiert. Endstand: 7:3! Kapitän Matthias Herget, ein exzellenter Techniker und offensiver Libero, führt sein Team ins Halbfinale.

Geboren: 14. November 1955 in Annaberg-Buchholz
Bundesliga-Vereine in NRW: VfL Bochum, Bayer Uerdingen
Bundesliga-Spiele: 237, davon 173 für Uerdingen
Größte NRW-Vereinserfolge: DFB-Pokalsieger 1985 mit Uerdingen
Nationalelf-Einsätze: 39

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Dieter Bast

Er feiert seinen 19. Geburtstag – und an diesem 28. August 1970 auch seine Bundesliga-Premiere bei Rot-Weiss Essen. Sieben Jahre spielt Dieter Bast an der Hafenstraße. Dann verlässt er RWE. Für 800.000 DM wechselt er zum VfL Bochum. An der Castroper Straße reift er zum herausragenden Spieler. Trotz seiner Klasse bleiben Bast Titel und die Berufung in die Nationalelf jedoch verwehrt.

Geboren: 28. August 1951 in Oberhausen
Bundesliga-Vereine in NRW: Rot-Weiss Essen, VfL Bochum, Bayer 04 Leverkusen
Bundesliga-Spiele: 412, davon 192 für Bochum und 149 für Essen

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Wolfgang Paul

„Stopper“ Paul aus dem Sauerland – der Turm in der Schlacht. Am letzten BVB-Mann kommen Stürmer nur selten vorbei. Bundestrainer Helmut Schön holt ihn 1966 zur Nationalelf. In England gehört er zwar zum Aufgebot des Vizeweltmeisters. Doch Wolfgang Paul bestreitet nie ein Länderspiel. Seit 1971 betreibt er in Bigge ein Juweliergeschäft.

Geboren: 25. Januar 1940 in Olsberg
Bundesliga-Verein in NRW: Borussia Dortmund
Bundesliga-Spiele: 148, alle für Dortmund
Größte NRW-Vereinserfolge: DFB-Pokalsieger 1965, Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1966

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