Gündogan, Pep und Co.: Poker ist Geschäftsmodell im Fußball

Auch Bayern-Trainer Pep Guardiola ist Teil des großen Pokerspiels Profifußball.
Auch Bayern-Trainer Pep Guardiola ist Teil des großen Pokerspiels Profifußball.
Foto:  Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images/FC Bayern/Bongarts/dpa
Im Profifußball heißt ein unterzeichneter Vertrag schon seit geraumer Zeit nicht mehr, dass der Spieler oder Trainer auch so lange dem Verein erhalten bleibt. Nur weil die Protagonisten ständig nach ihrem Verbleib gefragt werden, muss man aber kein Mitleid mit ihnen haben. Ein Kommentar.

Essen.. Eigentlich geht man in Deutschland davon aus, einen Vertrag zu unterschreiben, um ihn dann auch einzuhalten. Das macht zum Beispiel jeder Häuslebauer mit seinem Kreditvertrag bei seiner Bank so.

Im Profi-Fußball funktioniert das Alltagsleben allerdings anders: Verträge kann man so oder so nutzen. Beispiel Ilkay Gündogan und Borussia Dortmund: Beide Seiten haben zuletzt einen gültigen Vertrag um ein Jahr bis 2017 verlängert. Was aber nicht bedeutet, dass der Profi auch bis 2017 beim BVB spielt.

Gündogan wird wohl nur ein Jahr länger bleiben

Mutmaßlich ist der Plan so, dass Gündogan noch ein Jahr für die Borussen auflaufen wird und sich dann einen neuen Klub sucht. Die Dortmunder wird er damit nicht überraschen, denn bei einem vorzeitigen Wechsel kommt der Verein in den Genuss einer hohen Ablösesumme.

Anderes aktuelles Beispiel: Pep Guardiola hat einen Vertrag für die Saison als Trainer beim FC Bayern München. Und wie lautet die erste Frage an ihn nach der Sommerpause: „Wie lange bleiben Sie?“

Vertrags-Poker ist eine Eigenart des Profi-Sports, aber man muss die Hauptdarsteller nicht bedauern: Sie verdienen bei diesem Geschäftsmodell meistens kräftig mit.

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