Frankfurt hinkt den eigenen Ansprüchen diesmal hinterher

Zurück bei Eintracht Frankfurt: Trainer Armin Veh.
Zurück bei Eintracht Frankfurt: Trainer Armin Veh.
Foto: imago
Mittelklasse-Klub Eintracht Frankfurt will eigentlich an den internationalen Plätzen schnuppern. Diesmal gelingt das nicht. Unser Bundesliga-Check

Frankfurt. Als Eintracht Frankfurt Armin Veh im Sommer zum neuen Trainer gemacht hat, witzelten Fans im Internet: „Willkommen in der Perspektivlosigkeit“. Der 54-Jährige war 2014 gegangen, weil er Gegnern nicht mehr so häufig zu Siegen gratulieren wollte. Was in der neuen Saison aber verstärkt auf ihn zukommen wird.

Der Trainer: „Wir starten hier neu durch“, versuchte Veh jüngst die Wogen zu glätten und die Fans wieder auf seine Seite zu ziehen. Bevor er im vergangenen Jahr für den – wie sich später herausstellen sollte – glücklosen Thomas Schaaf Platz machte auf der Trainerbank, hatte der Coach die Eintracht sogar in die Europa League geführt.

Das Personal: In Kevin Trapp haben die Frankfurter ihren großen Rückhalt im Tor zu Paris St. Germain ziehen lassen. Ihn ersetzt nun Lukas Hradecky (Bröndby IF). Gerne hätte die SGE für die Offensive Sidney Sam geholt, doch der Wechsel des Schalkers scheiterte am Medizin-Check. So ruhen die Angriffshoffnungen auf Luc Castaignos (22), gekommen aus Enschede.

Die Probleme: Sorgen bereitet Veh vor allem Carlos Zambrano. Bis Ende August kann der bissige, manchmal sehr nickelige Peruaner für festgeschriebene 1,5 Millionen Euro wechseln. Geht Veh der Abwehrchef verloren, wird’s eng. Denn Torgarant Alex Meier sucht gerade erst wieder Anschluss ans Team, nachdem ihm im Knie eine neue Patellasehne eingesetzt worden ist.

Der Anspruch: Die Hessen pflegen das Selbstverständnis eines ambitionierten Mittelklasseklubs, der an internationalen Plätzen schnuppert. Und Veh predigt anspruchsvolles Spiel: „Wir haben gute Fußballer, sind keine Hauruck-Mannschaft.“

Die Prognose: Einen trifft’s immer unerwartet. Frankfurt entgeht als 15. aber dem Abstieg.

Unser Bundesliga-Tipp 

1. Bayern München

2. Borussia Dortmund

3. VfL Wolfsburg

4. FC Schalke 04

5. Borussia Mönchengladbach

6. Bayer Leverkusen

7. 1. FC Köln

8. VfB Stuttgart

9. FC Augsburg

10. FSV Mainz 05

11. FC Ingolstadt

12. 1899 Hoffenheim

13. Hamburger SV

14. Werder Bremen

15. Eintracht Frankfurt

16. Hertha BSC

17. Hannover 96

18. Darmstadt 98

 
 

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