DFL-Vize Peters bringt Bundesliga-Montagsspiele ins Gespräch

Elmar Redemann
Peter Peters bringt Montagsspiele in der Bundesliga ins Gespräch.
Peter Peters bringt Montagsspiele in der Bundesliga ins Gespräch.
Foto: Imago
Peter Peters, DFL-Vize und Schalker Finanzvorstand, spricht von "Neuaufteilung" des Bundesliga-Spieltags - mit Montags- und weiteren Sonntagsterminen.

Gelsenkirchen. Im Rahmen einer Diskussionsrunde in Gelsenkirchen am Montagabend verriet Peter Peters, Vize-Präsident des Ligaverbandes, wie die Überlegungen der Deutschen Fußballliga (DFL) aussehen: "Es ist nicht geplant, den Spieltag weiter zu zersplittern", meinte Peters, sprach jedoch von einer "Neuaufteilung" zwischen erster und zweiter Bundesliga. Demnach ist angedacht, dass die erste Liga ab der Saison 2017/18 an fünf Montagen spielt - und das Unterhaus an diesen Abenden dafür aussetzt und seine (Montags-)Spiele dafür auf den Sonntag legt.

Hintergrund ist TV-Vertrag

Eine Begegnung wie das Revierderby sei prädestiniert, um auf den Montag gelegt zu werden, fand Peters - schließlich spielen aktuell sowohl Borussia Dortmund als auch Schalke 04, wo Peters Finanzvorstand ist, regelmäßig am Donnerstag in der Europa League und können aus rein sportlichen Gründen dann nicht schon wieder am Samstag antreten. Das sei, so hofft Peters jedenfalls, eher mit den Interessen der Basis vereinbar als ein Anstoßtermin am Sonntagnachmittag. Beim letzten Derby am 8. November hatten viele Amateurklubs, vor allem aus Dortmund und Gelsenkirchen, ihre Spiele vorverlegt. Oft beklagen die unterklassigen Vereine, dass sie Probleme haben, Mannschaften aber auch Helfer zusammenzubekommen, wenn ihre Spiele mit denen der Profivereine kollidieren.

Hintergrund der Debatte ist ein neuer, möglichst attraktiver TV-Vertrag. Der bisherige garantiert den Profi-Klubs jährlich 628 Millionen Euro. Den Löwenanteil (rund 500 Millionen Euro) davon erhalten die 18 Erstligisten. Im internationalen Wettbewerb fühlen sich diese aber nur noch bedingt konkurrenzfähig. Der Blick geht nach England, wo selbst der 20. der Premiere League jährlich knapp 100 Millionen Pfund aus der TV-Vermarktung erhält.

Weitere Sonntagszeiten im Gespräch

[kein Linktext vorhanden]Zustände, die in der Bundesliga ab 2017 allmählich Einzug halten könnten, wenn mit einem neuen Vertrag auch neue Möglichkeiten kommen könnten. Allerdings wird es nicht ohne weitere Zugeständnisse an den meistbietenden (Pay-TV-)Sender gehen: Denn der Trend zum "Salami-Spieltag" mit sehr vielen unterschiedlichen Anstoßzeiten geht sehr wohl weiter. Sehr wahrscheinlich gibt es nämlich einen neuen Termin am Sonntagmittag. "Es geht um eine dritte Sonntags-Anstoßzeit vor 15.30 Uhr", erklärte Peters und verwies auf den asiatischen Markt.

Das dürfte den Amateuren nicht so gut gefallen - wenn Peters auch betonte, dass "diese Themen noch nicht endgültig entschieden" seien.