Bayer-Elf beendet dank Kießling ihre Ergebniskrise – 2:1 gegen Augsburg

Leverkusens Toprak im Duell mit FCA-Stürmer Mölders
Leverkusens Toprak im Duell mit FCA-Stürmer Mölders
Foto: dapd
Bayer Leverkusen hat seine Ergebniskrise überwunden. Gegen den FC Augsburg gewann die Werkself in der heimischen BayArena nach zuletzt vier sieglosen Partien in Serie mit 2:1 (1:0). Einmal mehr war Stefan Kießling dabei der Matchwinner für Bayer 04. Leverkusens Torjäger vom Dienst sorgte mit einem Tor und einem Assist dafür, dass Bayer trotz müder Beine nicht weiteren Boden im Kampf um die Vizemeisterschaft verlor.

Leverkusen. Bayer-Coach Sascha Lewandowski rotierte mit Boenisch, Carvajal und Sam, die unter der Woche in der Europa League auf der Bank begonnen hatten, mehr Offensive in seine Anfangsformation. Zuletzt beim 3:3 in Gladbach und beim 0:1 unter der Woche gegen Benfica Lissabon war es vor allem Abschlussschwäche gewesen, die Leverkusen den Sieg kostete. Zudem stand Ömer Toprak nach abgesessener Gelbsperre wieder in von Beginn an in der Innenverteidigung. „Mehr Galligkeit und Konsequenz“ als in den vergangenen Spielen hatte sich Lewandowski vor dem Anpfiff von dieser Formation gewünscht. Allerdings wurde er zunächst enttäuscht

Leverkusen steckt die Europa League noch in den Beinen

Die Körner, die die Werkself keine 48 Stunden zuvor auf internationaler Bühne gelassen hatte, fehlten besonders in der Anfangsphase an allen Ecken und Enden. Augsburg, das auf die verletzten Ronny Philip und Jan Moravek verzichten musste, erwischte den besseren Start, wirkte wacher. Die vakanten Planstellen in der FCA-Startelf besetzten Michael Parkhurst und der Ex-Bochumer Kevin Vogt. Beide bekamen, wie der gesamte Augsburger Defensivverbund, in der ersten halben Stunde kaum etwas zu tun.

Die Augsburger De Jong (3.), Koo (5.) und Vogt (7.) waren es, die für die ersten Torabschlüsse des Spiels sorgten. In allen drei Fällen ermöglicht durch schlechte Raumaufteilung und zaghaftes Zweikampfverhalten der Gastgeber. Speziell der antrittsstarke Tobias Werner auf der linken FCA-Angriffsseite stellte Daniel Carvajal ein ums andere Mal vor Probleme. Dafür mussten die in diesem Jahr noch ungeschlagene Elf von Trainer Markus Weinzierl nichts anderes tun, als solide zu stehen.

Werner stellt Carvajal vor Probleme

Kombinationen kamen bei Leverkusen kaum zustande. Meist wurden einfallslose, lange Bälle auf die Reise zu Stefan Kießling geschickt, der danach auf sich gestellt und erfolglos blieb. Über die Seite von Andre Schürrle lief in den ersten 30 Minuten so gut wie gar nichts. Die erste Prüfung, die Augsburgs Torwart Alex Manninger zu lösen hatte, wurde ihm vom eigenen Mann auferlegt: Callsen-Bracker hatte eine Hereingabe von Carvajal Richtung eigenes Tor abgefälscht (13.).

Bezeichnend, dass für das Leverkusener 1:0 eine Standardsituation her musste. Eine Freistoß-Flanke von Gonzalo Castro, der bis dahin nur durch Ungenauigkeiten und Fehlpässe aufgefallen war, fand in der Zentrale Stefan Kießling, der sich gegen den Ex-Leverkusener Callsen-Bracker durchsetzte und per Kopf sein 15. Saisontor markierte (26.).

1:0 ist der Weckruf für die Werkself

Ein Weckruf für die Bayer-Elf, die danach zwar nicht mutiger, aber kompakter agierte. Bernd Leno wurde nur noch einmal geprüft, als er einen Linksschuss von Werner parieren musste (34.). Auf der Gegenseite sorgte vor der Halbzeit noch einmal Sidney Sam für Gefahr. Sein Schlenzer, den Manninger über das Tor lenkte, war allerdings seine letzte Aktion, bevor er verletzt für Simon Rolfes raus musste (37).

Nach der Pause nahm das Spiel mehr Fahrt auf. Vor allem, weil Leverkusen nun spielfreudiger wurde. Castro (54.) und Reinartz (57.) scheiterten an Manninger und der Präzision. Auf der anderen Seite löffelte Ji einen Freistoß aus 17 Metern nur knapp über die Latte. Beide Teams hatten ihre Chancen.

Bender krönt starke Leistung mit dem 2:0

Den entscheidenden Punch hatte aber Leverkusen parat. Kurz nachdem Leno noch in höchster Not gegen Parkhurst retten musste, sorgte die Werkself für die Entscheidung. Schürrles Flachschuss konnte Manninger noch parieren. Den Abpraller allerdings sicherte sich Kießling. Der blieb ruhig, legte zurück auf Bender, der seine starke Leistung mit dem 2:0 krönte (75.).

Lewandowski reagierte, nahm Schürrle für den defensiveren Hegeler heraus und sicherte die Führung damit ab. Augsburg rannte noch einmal an. Zu mehr als dem 1:2-Anschlusstreffer durch Sascha Mölders reichte es jedoch nicht mehr (89.). Abpfiff, Arbeitssieg, kollektives Durchpusten in Leverkusen.

 
 

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