2:1-Sieg gegen Frankfurt - Stuttgart beendet Negativserie

Trainer Armin Veh will sich nach Erreichen der 40-Punkte-Marke zu seiner Zukunft äußern. Gegen den VfB Stuttgart hat es wieder nicht geklappt.
Trainer Armin Veh will sich nach Erreichen der 40-Punkte-Marke zu seiner Zukunft äußern. Gegen den VfB Stuttgart hat es wieder nicht geklappt.
Foto: getty
Eintracht Frankfurter kann die 40-Punkte-Marke nicht knacken, der VfB Stuttgart dafür seine Negativserie aber beenden: Beim 2:1-Erfolg der Schwaben war Frankfurt nach einem Tor von Aigner zwar in Führung gegangen, Ibisevic und Niedermeier konnten das Spiel aber drehen.

Frankfurt. Der krisengeschüttelte VfB Stuttgart hat das "Schreckgespenst Abstiegskampf" mit einem Überraschungs-Sieg bei Eintracht Frankfurt vertrieben und die endlose Debatte um die Zukunft von Eintracht-Coach Armin Veh verlängert. Trotz eines Rückstands setzten sich die Schwaben am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga 2:1 (0:1) bei den Hessen durch. Der Aufsteiger bleibt zwar trotz der Pleite auf dem vierten Tabellenplatz, die Trainerfrage ist damit aber weiter offen. Veh, der mit Schalke 04 flirtet, hatte nur im Fall eines Punktgewinns eine rasche Entscheidung über seine Zukunft angekündigt.

Bruchhagen vor dem Spiel: "Ich denke nicht, dass es eine Erklärung geben wird"

Vedad Ibisevic per Foulelfmeter (49.) und Georg Niedermeier (71.) trafen für den VfB, der am Donnerstag im Achtelfinale der Europa League bei Lazio Rom gescheitert war. Damit beendeten die Schwaben, die nun seit zwölf Jahren nicht mehr in Frankfurt verloren haben, ihre Negativserie von vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge. Stefan Aigner (17.) traf für die Eintracht, die zuvor 521 Minuten auf ein Tor warten musste und seit mittlerweile sechs Partien nicht gewonnen hat.

Der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen hatte kurz vor dem Anpfiff eine schnelle Einigung mit Veh ausgeschlossen. "Ich denke nicht, dass es eine Erklärung geben wird", sagte der 64-Jährige bei Liga total! zu den Gerüchten, wonach schon am Montag über eine Vertragsverlängerung des Trainers entschieden wird: "Ich glaube, dass die persönliche Entscheidung von ihm noch nicht gefallen ist."

Manko der Frankfurter waren die ungenauen Zuspiele in die Spitze

Vor 50.600 Zuschauern in der Frankfurter Arena gaben die Gastgeber in der Anfangsphase den Ton an. Die Mannschaft von Veh, der mit dem VfB im Jahr 2007 sensationell die deutsche Meisterschaft geholt hatte, konnte sich allerdings keine klaren Tormöglichkeiten erarbeiten. Das Manko der Frankfurter waren vor allem die ungenauen Zuspiele in die Spitze. Zudem setzten sich die Offensivspieler in den Zweikämpfen kaum durch.

Die Stuttgarter lauerten zunächst auf Konter. Mit diesem Konzept hätte der Pokal-Halbfinalist, der vor der Partie mit lediglich vier Punkten auf dem Konto das schlechteste Rückrunden-Team gestellt hatte, in der 10. Minute fast Erfolg gehabt. Christian Gentner konnte ein Missverständnis zwischen Eintracht-Torwart Kevin Trapp und Innenverteidiger Carlos Zambrano aber nicht ausnutzen. Kurz darauf vergab Ibisevic per Kopf (16.).

Besser macht es Aigner eine Minute später auf der Gegenseite nach einem Zuspiel von Kapitän Pirmin Schwegler. Der Offensivspieler beendete mit seinem achten Saisontor die Durststrecke der Eintracht. Zehn Minuten später vergab Stefano Celozzi nach einem sehenswerten Angriff die Chance auf das zweite Frankfurter Tor. Die Schwaben hatten in dieser Phase noch mit dem Schock des Rückstands zu kämpfen, die Gastgeber bestimmten das Geschehen. Erst gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Stuttgarter wieder etwas stärker.

Innenverteidiger und Torschütze Niedermeier überzeugt beim VfB

Die Gäste wurden nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel für ihre Bemühungen belohnt. Nach einem Foul von Schwegler an Arthur Boka ließ sich Ibisevic vom Elfmeterpunkt nicht zweimal bitten. Der Bosnier erzielte sein zwölftes Saisontor. Danach entwickelte sich ein offenes und zeitweise hektisches Spiel. Nach einer Ecke war Niedermeier mit dem Kopf zur Stelle.

Beste Spieler auf Seiten der Frankfurter waren Takashi Inui und Sebastian Rode. Bei den Schwaben überzeugten Innenverteidiger Niedermeier und Gentner. (sid)