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Stefan Klos

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Seine Mitspieler nannten ihn „Stoffel“, weil Stefan Klos nicht die lauten Töne wählte, um auf sich aufmerksam zu machen. Das tat er dagegen durch seine Leistungen bei Borussia Dortmund. Im Jahr des Triumphes in der Königsklasse 1997 standen die Zeichen jedoch schon auf Abschied.

Dortmund. 

Er gehörte zu den ruhigeren Vertretern des Geschäfts. Ein zuverlässiger Torhüter, der fast nie ausfällt, ein bodenständiger Typ, kurzum ein waschechter Westfale. Seine Mitspieler nannten ihn „Stoffel“, weil Stefan Klos nicht die lauten Töne wählte, um auf sich aufmerksam zu machen.

Das tat er dagegen durch seine Leistungen bei Borussia Dortmund 1991/92, wo er bereits in seiner zweiten Saison Stammspieler wurde. Souveränität und Abgeklärtheit brachten ihm den Erfolg. Innerhalb von drei Jahren feierte Klos mit dem BVB zwei Deutsche Meisterschaften und den Gewinn der Champions League.

Im Jahr des Triumphes in der Königsklasse standen die Zeichen jedoch schon auf Abschied. Grund: Der schottische Klub Glasgow Rangers hatte dem BVB-Torhüter ein Angebot unterbreitet. Klos wollte seine westfälische Heimat verlassen, die Dortmunder Borussia ließ ihn zur Sommerpause aber noch nicht ziehen.

Weil Klos mit der Situation zunehmend unzufriedener war, er außerdem nicht mehr die nötige Rückendeckung des Vereins spürte, erteilte ihm der BVB im Winter die Freigabe − und kassierte knapp 1,5 Millionen Euro.

Geburtstag: 16. August 1971
Geburtsort: Dortmund
Bundesliga-Verein in NRW: Borussia Dortmund
Bundesliga-Spiele: 254, alle für den BVB
Größte NRW-Vereinserfolge: Deutscher Meister 1996 und 1997, Champions-League-Sieger 1997

Die anderen Kandidaten im Kurzportrait:

Bodo Illgner
Eike Immel
Wolfgang Kleff
Jens Lehmann
Manfred Manglitz
Manuel Neuer
Norbert Nigbur
Toni Schumacher
Hans Tilkowski
Roman Weidenfeller

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