Zukunft von Busch trotz CAS-Sperre offen

Die Zukunft von Eishockey-Nationalspieler Florian Busch ist trotz der vom CAS verhängten Zwei-Jahres-Sperre offen. Noch ist unklar, ob die DEL die Strafe übernimmt.

Nach dem drastischen Urteil durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS droht die endgültige Entscheidung über die sportliche Zukunft von Eishockey-Nationalspieler Florian Busch zur Hängepartie zu werden. Der CAS hatte den 24-Jährigen wegen eines Verstoßes gegen die Dopingrichtlinien für zwei Jahre sowohl für internationale als auch nationale Spiele gesperrt. Noch ist allerdings unklar, ob die Deutsche Eishockey Liga (DEL) die Sperre bis zum 21. Februar 2011 übernimmt.

"Durch das Urteil wühlen"

"Wir werden uns erst in aller Ruhe durch das Urteil wühlen und gegebenenfalls externen Rat einholen. Danach werden wir sehen, ob es Ansatzpunkte gibt, dass die Sperre auch für die DEL gilt", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem SID. Voraussetzung sei, dass Busch über seinen Klub Eisbären Berlin die Lizenz für die kommende Saison beantrage, erklärte Tripcke: "Das geschieht in der Regel gegen Ende August."

Ob der 24 Jahre alte Stürmer, der am 6. März eine Dopingkontrolle zunächst verweigert und erst später nachgeholt hatte, gegen das Urteil vorgeht, ist noch offen. Sein Anwalt Klaus Sturm hatte aber bereits vor Monaten im Falle einer Sperre durch den CAS mit zivilrechtlichen Schritten gedroht. Die Chancen auf Erfolg stehen jedoch schlecht.

CAS gibt WADA-Klage statt

Der internationale Sportgerichtshof gab nach einem 14 Monate währenden Rechtsstreit einer Klage der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen die Internationale Eishockey-Föderation IIHF statt, da Busch an der WM 2008 in Kanada teilgenommen und damals eine Athletenvereinbarung unterschrieben hatte, sich den Dopingbestimmungen der WADA und der CAS-Gerichtsbarkeit zu unterwerfen. Dadurch sei eine Rechtsgrundlage für das Urteil gegeben.

Diese hatte im angehängten Verfahren der WADA gegen den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) in der gleichen Sache gefehlt, da der Code der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) damals noch nicht im Regelwerk implementiert war. Die Klage wurde vom CAS abgewiesen.

 
 

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