Von Entspannung kann bei den Roosters keine Rede sein

Boris Blank (li.) hofft nach der Pleite gegen Bremerhaven wieder auf ein Erfolgserlebnis der Roosters.
Boris Blank (li.) hofft nach der Pleite gegen Bremerhaven wieder auf ein Erfolgserlebnis der Roosters.
Foto: Michael May
Bei den Iserlohn Roosters gibt es vor der Intensivphase mit fünf Spielen in zehn Tagen eine neue Baustelle - es geht nicht um eine Verletzungsmisere.

Iserlohn.. Die Iserlohn Roosters haben ihre Verletzungsmisere gerade einigermaßen überstanden, doch von Entspannung kann keine Rede sein. Denn nun sucht ein Erkältungsvirus mit Fieber die Sauerländer heim. Hannu Pikkarainen und Johan Larsson hat es in dieser Woche besonders erwischt, beide konnten nicht trainieren, stehen aber im Kader für die Spiele des Wochenendes.

Und der Kader ist wieder besonders gefordert, denn in den nächsten zehn Tagen stehen fünf Spiele an. Den Auftakt macht heute das Gastspiel bei den Eisbären Berlin, am Sonntag (erst um 19 Uhr!) kommt Mannheim, am Dienstag Schwenningen, in einer Woche geht es nach Augsburg, am darauffolgenden Sonntag gastiert Köln am Seilersee. „Gerade haben wir die größeren Baustellen beseitigt, da kommen jetzt die Krankheiten“, bemüht Trainer Jari Pasanen Murphys Gesetz, dass alles, was schiefgehen kann, auch schiefgeht. „Aber es ist, wie es ist“, wiederholt er jenen Satz, der ihm in den Jahren seiner Trainertätigkeit bei den Roosters schon Hundertemal über die Lippen gegangen ist.

Zwei Sturmreihen sind umgestellt worden

„Wir brauchen defensiv eine sehr gute Leistung“, warnt der Finne vor den Berlinern, die nach einer bislang unbefriedigenden Saison ihr System umgestellt haben und sehr aggressiv und risikoreich attackieren, um dem Gegner keine Zeit beim Aufbau zu gewähren. Folglich muss der IEC auch sein Powerplay erneut umstellen, das gegen Bremerhaven zunächst überhaupt nicht funktionierte, dann aber nach Veränderungen zwei Torerfolge brachte. „Wir haben viel Überzahlspiel trainiert.“ Denn Erfolge beim Powerplay sind gegen diesen Gegner wichtig.

„Berlin ist eine gefährliche Mannschaft und ein topbesetztes Team, das sich mit Petersen und Wilson noch punktuell verstärkt hat“, lobt Pasanen die Mannschaft seines Trainerkollegen Uwe Krupp. Und weil etliche Spieler nach überstandenen Blessuren wieder dabei sind, erwartet er einen starken Gastgeber.

Weil gegen Bremerhaven zwei Reihen überhaupt nicht funktionierten, hat Pasanen einige Umstellungen vorgenommen. Marko Friedrich wird an der Seite von Luigi Caporusso („er macht Fortschritte“) und Kapitän Jason Jaspers spielen. Brad Ross rückt neben Chad Bassen und Boris Blank. Warum zwei Reihen nicht die Leistungen gebracht haben, kann sich der IEC-Trainer nicht erklären, der allerdings nach seiner anfänglich harschen Kritik („nicht DEL-tauglich“) seine Aussagen nach Videostudium etwas relativiert hat. „Torchancen waren da, und wir haben wenig zugelassen.“ Man hätte häufiger schießen müssen, kritisiert Pasanen.

Im Tor wird heute Mathias Lange stehen. Ob Chet Pickard am Sonntag gegen Mannheim zwischen die Pfosten rückt, entscheidet sich kurzfristig. Derzeit nicht im Kader stehen Noureddine Bettahar, Marcel Kahle und Denis Shevyrin. Letztere spielen mit einer Förderlizenz. „Und sollte Bietigheim Noureddine haben wollen, wird er wechseln“, deutet Pasanen den Transfer des Neuzugangs an.

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