Tor-Premiere für den Roosters-Spieler Denis Shevyrin

Denis Shevyrin ( rechts) trifft per Penalty zum 2:1 gegen die Kölner Haie für Iserlohn.
Denis Shevyrin ( rechts) trifft per Penalty zum 2:1 gegen die Kölner Haie für Iserlohn.
Foto: imago
Die Iserlohn Roosters haben ihr Spiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Kölner Haie mit 3:2 n.P. gewonnen. Dabei erzielte Denis Shevyrin sein erstes Saisontor.

Iserlohn.. Denis Shevyrin ist 21 Jahre jung – und in der 37. Minute des Heimspiels der Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga gegen die Kölner Haie in einer Situation, in der erfahreneren Kollegen bereits die Nerven versagten. Die Atmosphäre in der Halle brodelt als Shevyrin alleine auf Kölns bärenstarken Torwart Gustaf Wesslau zuläuft – und seinen Penalty abgezockt zur 2:1-Führung der Roosters verwandelt. Am Ende gelingt den Sauerländern ein 3:2-Sieg nach einem Penaltyschießen, das Blair Jones entscheidet.

Hallo Denis Shevyrin, Sie spielten mit einer Förderlizenz ausgestattet zuletzt für Bietigheim in der DEL 2. Salopp gefragt: Warum standen Sie gegen Köln plötzlich im Kader?

Denis Shevyrin: (lacht) Eigentlich bin ich heute Morgen (Sonntag; d.Red.) um 10 Uhr zur Eishalle gegangen, um zu trainieren. Das Team-Meeting war ja erst für 11.30 Uhr angesetzt. Aber dann hat mir unser Trainer Jari Pasanen spontan mitgeteilt, dass ich für Marcel Kahle spielen werde.

Sie haben nicht nur mitgespielt, sondern auch Ihr erstes Saisontor erzielt. Wie haben Sie die Szene vor dem Penalty erlebt?

Denis Shevyrin: Also die Entscheidung der Schiedsrichter war auf jeden Fall korrekt. (lacht) Ich lief alleine auf das Tor zu und wurde von hinten gehalten. Das habe ich ziemlich klar gespürt.

Und dann kam der Penalty gegen den starken Gustaf Wesslau in einem Derby. Flatterten Ihnen nicht die Nerven?

Denis Shevyrin: Ach, was soll ich jetzt sagen? Boris Blank kam vor dem Penalty noch zu mir und sagte mir, dass ich nicht nachdenken solle. Ich habe mir dann eine Ecke ausgesucht, bevor ich losgelaufen bin – und es hat natürlich funktioniert. (grinst) Ich freue mich natürlich mega über mein erstes Saisontor.

Zwei Siege aus den vergangenen sieben Spielen nach der Deutschland-Cup-Pause – das ist die unbefriedigende Bilanz der Roosters. War der Sieg gegen die Kölner Haie eine Trendwende?

Denis Shevyrin: Das kann ich nach meinem ersten Einsatz seit der Länderspielpause schlecht beurteilen. Generell pushen Siege gegen die großen Klubs eine Mannschaft. Auf jeden Fall haben wir gesehen, dass wir jeden Gegner schlagen können, wenn niemand vom vorgegebenen Spielsystem abweicht.

Spielen Sie in Zukunft wieder des Öfteren für die Roosters statt für Bietigheim?

Denis Shevyrin: Das – müssen Sie den Trainer fragen. (lacht)

Wie anstrengend oder belastend sind diese Ungewissheit und die ständige Umstellung?

Denis Shevyrin: Es ist nicht einfach, aber auch nicht so schwer, um ein großes Ding daraus zu machen. Es passt schon.

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