Nur neun Sekunden fehlten zur Roosters-Glückseligkeit

Neun Sekunden fehlten Trainer Jari Pasanen und den Roosters.
Neun Sekunden fehlten Trainer Jari Pasanen und den Roosters.
Foto: imago
Eine Winzigkeit fehlte Iserlohn, um sich vorzeitig für das Viertelfinale zu qualifizieren. Nun ist zwischen den Plätzen fünf und acht alles möglich.

Iserlohn.. Neun Sekunden! Das ist nicht viel! 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9! Diese Winzigkeit fehlte den Roosters, um sich vorzeitig für das Viertelfinale zu qualifizieren. Statt dessen gelang den Ingolstädtern der späte Ausgleich. Eine eiskalte Dusche. Aber immerhin blieb dem IEC noch die Chance, sich über einen Zwei-Punkte-Sieg direkt zu qualifizieren. Aber auch das gelang nicht - trotz guter Chancen in der Overtime, trotz einer Führung im Penaltyschießen. Am Ende hieß es aber 3:4! Und so fällt die Entscheidung erst am letzten Spieltag. In Berlin (Sonntag, 14.30 Uhr, live in unserem Ticker) benötigen die Roosters einen Zähler, sofern Wolfsburg und Nürnberg dreifach punkten. Kurzum: Zwischen Platz fünf und acht ist alles möglich.


Die Roosters überraschten mit zwei Personalien. Torhüter Mathias Lange musste wegen einer Verletzung passen - eine Auszeit, die sich schon am Donnerstag angedeutet hatte. Und es fehlte auch Dylan Wruck wegen einer Erkältung. Somit stand Thomas Ower als Back-up an der Bande, Daniar Dshunussow musste ran, der gute Szenen hatte, aber weniger Sicherheit und Ruhe ausstrahlte als Lange. Ausgesprochen unglücklich kassierte der Goalie nach 15 Minuten das 0:1. Den Schuss von Derek Hahn konnte er zwar parieren, doch der Puck sprang dann gegen das Ende seines Schlägers und von dort zurück ins Tor.

Ryan Button glich 51 Sekunden nach dem Rückstand für die Roosters aus

Aber die Roosters-Antwort folgte sofort und läutete spektakuläre 61 Sekunden ein. Nur 51 Sekunden nach dem Rückstand gelang Ryan Button bei Überzahl der Ausgleich, und ganze zehn Sekunden später brauste erneut Torjubel auf, denn Brooks Macek überwand Timo Pielmeier (17.). Der IEC kam dann zu weiteren hervorragenden Chancen. Boris Blank hatte „alle Zeit der Welt“, verzog aber, dann hatte Pielmeier Riesendusel gegen Derek Whitmore. Mit Applaus ging es in die Kabine, auch Ex-ECD-Coach Bill Lochead sowie ECD-Torjägerlegende Benoit Doucet als Gäste dürften ihre Freude gehabt haben.

Der Mittelabschnitt begann zunächst mit einem Videobeweis, die Ingolstädter hatten die Scheibe im Tor gesehen – eine Vision (24.). Aber die Panther drängten nun auf den Ausgleich, doch die Iserlohner lösten das recht souverän und schlugen eiskalt zu. Bei einem 3:1-Überzahlangriff besaß Chris Connolly mehrere Optionen, er entschloss sich, es selbst zu machen – eine richtige Entscheidung (30.). Nach dem 3:1 hätte der Vorsprung ausgebaut werden können, aber die Sauerländer ließen ein Powerplay ungenutzt. In der Folge sahen sie sich weiteren Angriffen des spiel- und kampfstarken Deutschen Meisters gegenüber, hielten mit Leidenschaft dagegen und kamen zu einer weiteren Riesenchance, doch Macek, der auf Pielmeier zusteuerte, schoss knapp vorbei (36.). Wenig später jubelten die Gäste. Button bekam die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone, Dshunussow war die Sicht versperrt, so dass Brandon Buck diese Unsicherheit nutzte. Der Kampf um das Viertelfinale blieb spannend, zumal es auch keine Schützenhilfe im Fernduell mit Wolfsburg und Nürnberg gab, Niedersachsen und Franken führten recht deutlich.

Am Sonntag kommt es in Berlin zum Showdown

Mit einigen Umstellungen gingen die Roosters in den Schlussabschnitt. Sie erspielten sich gute Möglichkeiten, nutzten sie aber nicht. Weder in Überzahl, noch bei zwei Einzelaktionen Maceks, der einmal den Pfosten anvisierte (45.). Das sollte sich rächen. Das Duell stand weiterhin auf des Messers Schneide, und es wurde hitzig, als die Unparteiischen mehrfach Ingolstädter Fouls nicht ahndeten. In der Schlussphase hatte Whitmore die Entscheidung auf dem Schläger, scheiterte aber mit seinem Solo. Längst hielt es die Fans bei diesem Schlagabtausch mit Play-off-Charakter nicht mehr auf den Sitzen, die Blau-Weißen hatten Schwerstarbeit gegen aufdrehende Ingolstädter zu verrichten und vergaben weiterhin gute Möglichkeiten. Das ging bis neun Sekunden vor Schluss gut. Dann fand Ryan MacMurchy die Lücke - Verlängerung!

Die begann mit einer Riesenchance für Richard Jares. Und in der Schlussphase hatte der IEC Überzahl. Aber bis auf einen gebrochenen Schläger von Jonas Liwing sprang nichts heraus – Penaltyschießen! Doch das ging nach verheißungsvollem Start verloren. Somit kommt es am Sonntag in Berlin zum Showdown.

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