Manager Mende erhofft sich neue Einflüsse bei den Roosters

Roosters-Manager Karsten Mende bringt anch dem Aus für Doug Mason Assistenz-Trainer Jari Pasanen als mögliche Dauerlösung ins Gespräch.
Roosters-Manager Karsten Mende bringt anch dem Aus für Doug Mason Assistenz-Trainer Jari Pasanen als mögliche Dauerlösung ins Gespräch.
Foto: Jürgen Theobald
Karsten Mende, Manager bei den Iserlohn Roosters, erhofft sich durch den Trainerwechsel am Seilersee eine sportliche Trendwende herbeizuführen. Auch wenn er den geschassten Doug Mason nicht allein für die Talfahrt der Roosters verantwortlich macht. Interimsweise übernimmt Co-Trainer Jari Pasanen das Team.

Iserlohn. Diese Entscheidung konnte letztendlich nicht mehr wirklich überraschen: Nach einem Gespräch der Spitze der Iserlohn Roosters am Montaggab der DEL-Klub am Dienstagvormittag wie erwartet bekannt: Cheftrainer Doug Mason wird mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben entbunden.

„Die Entscheidung ist am späten Abend in enger Abstimmung mit der sportlichen Leitung getroffen worden“, ließ Klubchef Wolfgang Brück am Dienstag mitteilen. Doug Mason wurde darüber am Vormittag in Kenntnis gesetzt. „Es macht natürlich keinen Spaß, entlassen zu werden. Das habe ich nicht gewollt. Aber mehr möchte ich dazu nicht sagen“, erklärte Mason unmittelbar nach seiner Demission im Gespräch mit unserer Redaktion.

„Wir haben in der letzten Saison mit Doug verlängert, weil wir alle davon überzeugt waren, dass er mit seiner hohen Fachkompetenz und Akribie sportliche Erfolge mit der Mannschaft erzielen wird“ , rechtfertigte Manager Karsten Mende den Entschluss, der aber von Teilen der Fans heftig kritisiert worden war und mit jeder weiteren Niederlage intensiver in Frage gestellt wurde. „Offensichtlich aber benötigt unser Team neue Einflüsse, da unsere sportlichen Ziele nicht mit der momentanen Leistung der Mannschaft vereinbar sind.“

Auch das Team steht unter Beobachtung

Aber auch das Team steht nach der Trainer-Demission unter Beobachtung. Karsten Mende: „Wir werden die Reaktion der Mannschaft sehr intensiv analysieren. Alle Spieler haben Anteil an der jetzigen Situation. Das ist kein Problem, das Doug Mason allein verursacht hat. Da wir an die Leistungsfähigkeit unseres Teams glauben, wird es sicherlich alles geben, um eine Trendwende herbeizuführen.“

Mende war der Schritt der Trennung nicht leicht gefallen. „Es tut mir für Doug leid“, gab er seine Gefühlslage weiter, strich jedoch allein die Faktenlage als Basis für die Entscheidungsfindung heraus.

Und wie geht es weiter? Am Dienstagabend leitete Assistenz-Trainer Jari Pasanen das Training, er wird auch am Wochenende bei den Spielen gegen Berlin und in Ingolstadt an der Bande stehen. Danach geht es in die Länderspielpause, die, so der Klub, „für die Entwicklung des Teams“ genutzt werden soll. Ob aus der Interims- eine Dauerlösung wird, entscheidet sich danach. Mende: „Wir müssen abwarten, was passiert. Aber dass Jari die Verantwortung für die weitere Saison bekommt, ist durchaus möglich.“ Der Manager verweist auf Pasanens Erfahrung als Headcoach in Essen und Schwenningen, auch beim DEL-Klub Hannover war er schon mal eingesprungen. Ansonsten dürfte nun wieder die Gerüchteküche brodeln. Zwei Namen, die bereits auftauchen, sind jene von Meistertrainer Rich Chernomaz und Ex-Roosters-Spieler Brad Tapper.

Mason denkt nicht ans Karriereende

Und was macht Doug Mason? Sein Vertrag läuft bis zum Ende der Saison. Es wäre ohnehin seine letzte in der Waldstadt gewesen, hatte er einmal in einem vertraulichen Gespräch erklärt, darüber war die Vereinsführung auch informiert. Aber an das Karriereende denkt der 58-Jährige nicht, er wird den Markt sondieren, offenbar gibt es schon Interesse aus Nordeuropa. „Aber ich bleibe zunächst in Iserlohn“, wird er die Roosters-Entwicklung aus der Nähe verfolgen. Und er wird seinen Sohn besuchen, der in diesen Tagen wieder nach Europa zurückgekehrt ist und beim B-Nationalligisten EHC Olten in der Schweiz spielt. „Vielleicht kann ich ihn ja schon am Donnerstag spielen sehen.“

 
 

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