Jetzt geht es bei den Roosters um die Spritzigkeit

Umkämpft war das Derby zwischen den Roosters und den Haien.
Umkämpft war das Derby zwischen den Roosters und den Haien.
Foto: Michael May
Trainer Jari Pasanen von den Iserlohn Roosters sieht weitere Fortschritte, nachdem die Grundkondition bei seinem Team vorhanden ist.

Iserlohn.. Den Spielern hat er zwei freie Tage gegönnt. „Und ich gehe in den beiden kommenden Tagen nicht ans Telefon“, erklärte Roosters-Trainer Jari Pasanen nach dem Sieg über Köln, die folgenden 48 Stunden als „Eishockey-Abstinenzler“ zu verbringen. Die beiden letzten intensiven Wochen mit sieben Spielen in 17 Tagen sind an die Substanz gegangen, nicht zuletzt auch wegen immer wieder auftretender Erkrankungen.

Aber der Coach hat mit einem guten Gefühl die Pause angetreten, denn den 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen stuft er als bislang beste Saisonleistung ein, „neben der Partie gegen Mannheim.“ Und wenn er sagt, „dieses Spiel hätten wir mit 4:1 gewinnen müssen, und das meine ich ohne Arroganz gegenüber Köln“, liegt er damit nicht falsch.

Gleichzeitig aber überraschte ihn, dass das Team eine ähnliche Leistung nicht beim 4:5 in Augsburg abrief, gleichwohl er Kritik abblockte: „In Augsburg haben wir gutes Eishockey gespielt.“ Aber er sagte auch: „Es ist mir ein Rätsel, warum wir nicht immer unser Hockey spielen. Warum wird dann etwas anderes getan?“

Blaine Down steigt morgen wieder ins Training ein

Einer der gefragtesten Akteure war Denis Shevyrin, weil der mit einem Aufsehen erregenden Penalty die 2:1-Führung gegen Köln erzielte. „Sein Penalty war unglaublich“, schwärmte Pasanen. Shevyrin hatte erst am Vormittag von seiner Berufung erfahren, eigentlich wollte er nur trainieren. Doch weil Dieter Orendorz ausfiel, war ein Platz im Kader frei. Zuletzt hatte Shevyrin beim Kooperationspartner Bietigheim gespielt. „Ich habe mir eine Ecke ausgesucht und freue mich riesig über mein erstes Tor.“ Und Pasanen lobte weiter: „Die paar Wochen in Bietigheim haben ihm gut getan. Er hat dort Einsatzzeiten bekommen. Man sieht, wie wichtig das für junge Spieler ist. Es ist gut zu wissen, dass wir eine sehr solide Alternative haben.“ Und der Stürmer findet sich mit seiner Rolle ab: „Es ist nicht einfach, aber auch nicht so schwierig, um daraus ein großes Ding zu machen. Ich hoffe, es kommen noch Spiele hinzu.“

Eine andere Personalie fiel am Freitag auf, als Keeper Mathias Lange nach drei Gegentreffern im ersten Drittel ausgewechselt wurde, dann aber zu Beginn des zweiten Abschnitts wieder im Kasten stand. Der Hintergrund: Chet Pickard laborierte an einem Virus und musste sich übergeben. „Ich habe Mathias gesagt, dass er die Nummer eins ist. Aber nach drei Toren bei fünf Schüssen musste ich ihn auswechseln, auch um ein Zeichen zu setzen“, so Pasanen weiter, der von der Qualität seiner Keeper überzeugt ist. „Aber sie haben ihr Niveau noch nicht erreicht, und das wissen sie auch.“

Morgen beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Wolfsburg. Dann wird auch der am Gesicht verletzte Blaine Down wieder einsteigen. Pasanen hat deutliche Fortschritte bei seinem Team gesehen. „Die Grundkondition ist da. Jetzt brauchen wir schnelle Beine und Spritzigkeit. Dann sollten auch mehr Tore fallen.“

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