Frust saß bei der DEG nach 2:3 in Mannheim tief

DEG-Trainer Christian Brittig
DEG-Trainer Christian Brittig
Foto: imago
Sportleiter Walter Köberle von der Düsseldorfer EG trauert einem Punktgewinn in Mannheim hinterher. Die DEG verspielte eine frühe 2:0-Führung und verlor noch mit 2:3. Jonas Noske stand am Dienstag nach seiner Gehirnerschütterung erstmals wieder auf dem Eis.

Düsseldorf. Die DEG wäre ihrem Ruf als kleiner Favoritenschreck der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) fast wieder gerecht geworden. Um ein Haar verpasste das Tabellenschlusslicht am Dienstagabend einen Punktgewinn in Mannheim. Doch die frühe 2:0-Führung der Mannschaft von Trainer Christian Brittig drehten die Adler noch in einen knappen 3:2-Sieg. Der Frust saß dementsprechend auch gestern noch tief bei Walter Köberle. „Die Mannschaft tut mir unglaublich leid“, bekannte der Sportleiter der DEG, „sie hat ein tolles Spiel abgeliefert, super gekämpft, aber leider keine Punkte mit nach Hause gebracht. Ein Zähler wäre dabei durchaus verdient gewesen!“

Trösten kann sich die DEG mit dem Umstand, dass die seit Saisonbeginn vorherrschende Verletzungsmisere offenbar endlich ein Ende gefunden hat. Die in der Spitze auf zehn Spieler angewachsene Ausfallliste ist auf zwei Spieler geschrumpft. Neben Mannschaftskapitän Daniel Kreutzer, für den die Meisterschaftsrunde aufgrund eines Bruch des ersten Halswirbelbogens wohl vorzeitig beendet ist, steht lediglich noch der team-intern suspendierte Andrew Hotham als Streichergebnis zu Buche.

„Hotham bleibt suspendiert“

Dass der kanadische Verteidiger überhaupt noch einmal den DEG-Dress tragen wird, gilt als äußerst unwahrscheinlich. Während sich der Verein zu den Gründen der Suspendierung weiterhin ausschweigt, soll Hotham nahe gelegt worden sein, sich mit seinem Berater über seine sportliche Zukunft zu einigen. Außerhalb der Landeshauptstadt. Nachdem Hotham zum wiederholten Mal als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz nehmen musste, soll er sich abfällig gegenüber Trainer Christian Brittig geäußert haben. Die verbale Entgleisung gilt indes nicht als erste Verfehlung. „Andrew bleibt vom Trainings- und Spielbetrieb suspendiert. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, so Sportleiter Köberle einsilbig.

Positive Nachrichten von der Personalfront könnten indes schon kommende Woche verkündet werden. „Dann werden wir eventuell weitere Vertragsverlängerungen bekanntgeben“, so Köberle.

Ein Kandidat drängt sich derzeit besonders für ein längerfristiges Engagement bei der DEG auf: Neuzugang Mads Bødker. Seit seinem Debüt gegen Hamburg (1:3) kurz vor Heiligabend hat der dänische Verteidiger gerade einmal acht Partien im rot-gelben Dress absolviert. Dabei präsentierte sich der 26-jährige Blondschopf stets als ungemein einsatz- und schussfreudig.

„Mads gefällt mir sehr, sehr gut. Er bietet sich mit seinen Leistungen wärmstens für ein längerfristiges Engagement an“, so Köberle.

Die nächste Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu betreiben, bietet sich für Bødker am Freitag (19.30 Uhr) im Derby bei den Iserlohn Roosters. Mit 1:7 strich Rot-Gelb am Seilersee zuletzt die Segel, hatte aber auch noch zahlreiche Ausfälle zu beklagen. Da gestern auch U20-WM-Fahrer Jonas Noske nach seiner Gehirnerschütterung erstmals wieder trainierte, dürften die (personellen) Voraussetzungen dieses Mal wesentlich besser sein.