Die DEG geht in Nürnberg und Straubing auf Raubkatzenjagd

Hat in Sachen Unterzahl-Spiel noch einiges zu tun: Tobias Abstreiter und Christof Kreutzer.
Hat in Sachen Unterzahl-Spiel noch einiges zu tun: Tobias Abstreiter und Christof Kreutzer.
Foto: Imago
Am Freitag steigt das Duell der DEG mit Nürnberg, Sonntag geht's nach Straubing – Coach Christof Kreutzer hofft dabei auf sechs Punkte. Dafür muss sich seine Mannschaft jedoch in einigen Bereichen verbessern. Cheftrainer Kreutzer: "Nur mit gutem Über- und Unterzahlspiel ist man erfolgreich.“

Düsseldorf.. „Bully – Tor! Bully, Bully, Bully – Tor, Tor, Tor!“ skandieren Eishockey-Fans gerne in den Arenen. Nicht immer klappt es so gut, wie es die DEG vergangene Woche Freitag in Mannheim (2:3) zelebrierte. Travis Turnbull legte vom Anspielpunkt direkt auf Michael Davies ab und der us-amerikanische Angreifer schlenzte den Puck zum 1:0 in die Maschen.

Ein Szenario, das auch am Freitagabend (19.30 Uhr, Arena am Dutzendteich,LIVE bei uns im Ticker) gegen die Nürnberg Ice Tigers helfen würde, um im achten Anlauf endlich den ersehnten ersten Auswärtssieg zu feiern. Allerdings ist das Bully-Spiel nicht die große Stärke im Team von Cheftrainer Christof Kreutzer. In den jüngsten drei Begegnungen gegen Wolfsburg, Mannheim und Krefeld gewannen die Rot-Gelben im Schnitt gerade einmal 37,6 Prozent der Anspiel-Duelle. Dabei stehen mit „Professor“ Rob Collins, Travis Turnbull und Ken André Olimb einige gestandene Bully-Spezialisten in den eigenen Reihen.

Achillesferse Unterzahl

Das größte Problem bilden ohnehin die „Face offs“ in Unterzahl. Da das Trainer-Duo beim gegnerischen Powerplay diejenigen Spieler auflaufen lässt, die in Überzahl nicht eingeplant sind, stehen hierbei zumeist die Youngsters um Alexander Preibisch auf dem Eis. „Das sind alles keine gelernten Mittelstürmer, während auf der anderen Seite dann die Spezialisten am Bullypunkt stehen“, erklärt Assistenz-Coach Tobias Abstreiter. „Wir müssen ihnen jedoch die Chance geben, dass sie es lernen.“

Darüber hinaus fügt Cheftrainer Kreutzer hinzu: „So merken die Jungs, dass jeder Spieler in der Mannschaft wichtig ist. Das ist auch gut für die Stimmung im Team. Nur mit gutem Über- und Unterzahlspiel ist man erfolgreich.“

Derzeit belegt seine Mannschaft in der Powerplay-Tabelle den vierten Platz – mit 15 Toren in 70 Situationen (21,4 Prozent). In der Unterzahl-Statistik allerdings trägt man hingegen die Rote Laterne. Heißt: In jedem dritten Powerplay des Gegners klingelt es im Kasten. Zum Vergleich dazu: Tabellenführer Mannheim kassiert nur in 13 Prozent der Situationen mit einem Mann weniger auf dem Eis einen Gegentreffer. „Dennoch haben wir uns auch hier in den vergangenen Spielen gesteigert“, bekräftigt Tobias Abstreiter.

Daher lässt Christof Kreutzer keinen Zweifel daran, dass er von der doppelten Tiger-Jagd am Freitag in Nürnberg und Sonntag (16.30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm) beim Tabellenletzten in Straubing viel Zählbares mitbringen möchte. „Wir sind sehr fixiert darauf, sechs Punkte zu holen. Inwieweit das klappt, werden wir sehen, aber für realistisch halte ich es schon. In Mannheim sowie Krefeld haben wir gut gespielt und bewiesen, dass es für uns möglich ist, auch auswärts und gegen starke Gegner etwas zu holen.“

Ein Sieg zum 35. Geburtstag

Einen würde der erste Saisonerfolg im zweiten Drittel des Auswärts-Sechserpacks zudem wohl doppelt freuen, wäre es doch auch sogleich ein willkommenes Geburtstagsgeschenk: DEG-Kapitän Daniel Kreutzer feierte gestern im Mannschaftsbus auf dem Weg nach Nürnberg seinen 35. Geburtstag. Die Raubkatzen Patrick und Jochen Reimer gehören als Ex-DEG-Spieler bekanntlich zu seinen besten Freunden, Geschenke werden sie ihrem alten Weggefährten deshalb dennoch nicht unbedingt verteilen.

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