DEG steht vorzeitig in der Champions-League-Endrunde

120 DEG-Fans waren mitgereist und peitschten ihr Team lautstark zum Sieg.
120 DEG-Fans waren mitgereist und peitschten ihr Team lautstark zum Sieg.
Foto: Häfner
Die Düsseldorfer EG hat in der Champions League für eine riesengroße Überraschung gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer gewann bei TPS Turku mit 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0) nach Penaltyschießen und hat sich damit vorzeitig für die K.o.-Runde qualifiziert.

Düsseldorf.  Der Traum der Düsseldorfer EG lebt weiter! Mit einem 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0)-Erfolg nach Penaltyschießen beim elfmaligen finnischen Meister TPS Turku buchte das Team von Cheftrainer Christof Kreutzer unterstützt von 120 mitgereisten Fans gestern Abend frühzeitig das Ticket für die Endrunde in der Champions Hockey League – und gehört somit schon jetzt zu den 32 besten Teams im höchsten Europapokal-Wettbewerb im Eishockey. Der dritte Gruppengegner Black Wings Linz kann die Rot-Gelben am Sonntag im abschließenden Duell nicht mehr vom zweiten Platz verdrängen.

Torwart Bobby Goepfert streckte nach dem letzten gehaltenen Penalty glückselig den Schläger gen Hallendach in der HK-areena. Anschließend bildete sich eine weiß-rote Jubeltraube um den 32-jährigen US-Amerikaner. In seinem ersten Pflichtspiel, fast ein Jahr nach seiner schweren Hüftverletzung, wurde der Keeper sogleich wieder zum Mann des Abends. Nur einen einzigen, unglücklichen Schuss musste der Schlussmann in der 14. Minute aus dem Netzt fischen, anschließend wurde er zur unüberwindbaren Mauer. Selbst im Penaltyschießen sollte kein Finne mehr an ihm vorbeikommen. „Es war ein hartes und enges Duell. Ich hab versucht, so viele Pucks wie möglich zu halten und somit einfach meinen Job zu machen“, stapelte Goepfert anschließend ob seiner Leistung tief und stellte einmal mehr die Teamleistung in den Vordergrund.

„Augen zu, geschossen, Tor!“

Zweiter Protagonist des Abends war Eduard Lewandowski. Der ehemalige KHL-Spieler mit Nerven aus Drahtseilen verwandelte als einziger Akteur seinen Penalty eiskalt links oben in den Winkel – und sicherte das Sechszehntelfinale der DEG. „Augen zu, geschossen, Tor!“ kommentierte der Deutsch-Russe seinen „goldenen“ Schuss zum DEG-Glück. „Es war natürlich hervorragend. Es ist gut, dass wir gewonnen haben, das gibt Selbstvertrauen, aber wir haben noch viel vor uns und viel zu verbessern“, verbalisiert der Stürmer auch sogleich eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Schließlich wäre sogar noch mehr drin gewesen für die Rot-Gelben. Auch das 1:0 durch die Hosenträger von Goepfert durch Turkus Tomi Kallio konnte das Team nicht schocken, schließlich hatte es bereits in den ersten zwei CHL-Spielen Moral bewiesen und jeweils einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt.

So weit ließen es die Kufenflitzer gestern jedoch gar nicht erst kommen. 88 Sekunden vor der ersten Pause drosch „Professor“ Rob Collins die Scheibe von der Blauen Linie einfach mal vor das Tor und Kapitän Daniel Kreutzer fälscht aus kurzer Distanz unhaltbar in die Maschen ab. Im zweiten Drittel waren die Finnen dann zwar das bestimmende Team, doch das Düsseldorfer Bollwerk hielt und die Angriffsmaschinerie nahm im Schlussabschnitt mit Großchancen von Chris Minard, Norm Milley und Alexej Dmitriev noch einmal Fahrt auf. Doch der entscheidende Treffer wollte nicht fallen. Auch nicht in der fünfminütigen Verlängerung. Doch die DEG konnte sich im abschließenden Penaltyschießen auf ihre Helden Lewandowski und Goepfert verlassen.

 
 

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