2:5 - DEG-Blitzeinkauf entpuppt sich schnell als Raubein

Ärger gab’s reichlich am Freitagabend – so wie hier zwischen Ridderwall (l.) und Bina.
Ärger gab’s reichlich am Freitagabend – so wie hier zwischen Ridderwall (l.) und Bina.
Foto: WAZ
Donnerstagnacht um ein Uhr verpflichtete die DEG den 26-jährigen Angreifer Ashton Rome, beim 2:5 gegen Wolfsburg gab Rome schon sein Debüt. Und was für eins. Zusammengerechnet nicht einmal eine Minute auf dem Eis gestanden, war der erste Arbeitsabend des Neuzugangs schon wieder beendet.

Düsseldorf.. Die DEG-Eishockeycracks sind ausgerechnet gegen den Tabelleletzten aus der Überholspur geflogen. Das neue Masken-Design mit dem neuen, alten DEG-Logo sowie dem Totenkopf der „ Toten Hosen“ brachte Torsteher Bobby Goepfert und seinen Teamkollegen am Freitagabend kein Glück. Am Ende unterlagen die Rot-Gelben den Grizzly Adams aus Wolfsburg mit 2:5 (1:1, 0:2, 1:2) vor 4334 Zuschauern, darunter übrigens erstmals in dieser Saison auch Ex-Manager und Geschäftsführer Lance Nethery.

Transfer mitten in der Nacht

Einen echten Kracher vollbrachte die DEG allerdings bereits vor dem Eröffnungsbully. Nachdem die Berufsgenossenschaft nun die Zahlung des wegen einer Gehirnerschütterung ausfallenden Michael Catenacci übernimmt, haben die Rot-Gelben doch noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Donnerstagnacht um ein Uhr wurde der Wechsel perfekt gemacht. Bereits am Abend darauf gab der 26-jährige Angreifer Ashton Rome sein Debüt. Und was für eins. Zusammengerechnet nicht einmal eine Minute auf dem Eis gestanden, war der erste Arbeitsabend des Neuzugangs nach 296 Spielsekunden schon wieder beendet.

1076 Strafminuten in 716 Spielen

Der aus Nesbitt stammende Kanadier hatte Wolfsburgs Gregory Moore unfair von hinten niedergestreckt – Matchstrafe. Dass Rome kein Kind von Traurigkeit ist, belegen seine insgesamt 1017 Strafminuten in 716-Profispielen. Wann der von Greenville Road aus der East Coast Hockey League an den Rhein gewechselte 1,86-m-Mann wieder mitmischen kann, entscheidet am Montag der DEL-Disziplinarausschuss.

Nach dem vergangenen Doppelsieg-Wochenende hatte es für die Düsseldorfer verheißungsvoll begonnen: Der gewohnt agile Calle Ridderwall schoss seine Farben mit einem Schlagschuss verdient in Führung. Doch die Grizzlies benötigten dennoch nur 48 Sekunden zum durchaus glücklichen Ausgleich.

Im Mitteldrittel kam dann allerdings ein Bruch ins Spiel der Rot-Gelben, nachdem in einer fünfminütigen Überzahl wegen Matchstrafe gegen EHC-Verteidiger Benedikt Schopper nur ein Pfosten-Schuss von Thomas Gödtel heraussprang. War das Powerplay in der Vorwoche noch das große Fauspfand, wirkte das Brittig-Team gestern zu hektisch im Abschluss.

Besser machten es die Gäste. Bei eigener Überzahl klingelte es zum zweiten Mal im Kasten von Bobby Goepfert. Nur 122 Sekunden später markierten die Wolfsburger gar in Unterzahl das 1:3.

Im Schlussdrittel sorgte Furchner dann schnell mit dem 1:4 für die Vorentscheidung. Und beendete damit den Arbeitsabend der Nummer Eins im DEG-Gehäuse. Doch als der Coach Ersatzmann Felix Bick in der 46. Spielminute mit einer wahnwitzigen Entscheidung zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, markierte Gregory Moore gar noch das 1:5, ehe Bostrom mit seinem Schlusspunkt Ergebniskorrektur betrieb.

 
 

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