Eine weitere Karte im Spiel würde nur Verwirrung stiften

Für wildes Protestieren könnte es künftig eine Zeitstrafe geben - hier beschweren sich die Schalker Julian Draxler (r.) und Klaas-Jan Huntelaar (Mitte) bei Schiedsrichter Christian Dingert.
Für wildes Protestieren könnte es künftig eine Zeitstrafe geben - hier beschweren sich die Schalker Julian Draxler (r.) und Klaas-Jan Huntelaar (Mitte) bei Schiedsrichter Christian Dingert.
Foto: imago
Eine weitere Karte würde die Zahl der Diskussionen der Spieler und die Aufregung unter den Fans erhöhen, meint Heiko Buschmann von RevierSport.

Essen.. Gelb, Gelb-Rot, Rot, das reicht! Weil zudem jede fünfte Verwarnung eine Sperre nach sich zieht, gibt es genügend Verwarnungen im Fußball. Eine weitere Karte im Spiel würde nur Verwirrung schaffen und die Zahl der Diskussionen der Spieler auf dem Platz wie die Aufregung unter den Fans auf den Tribünen nur unnötig erhöhen.

Welchen Zweck soll also die Zehn-Minuten-Zeitstrafe, die Schiri-Chef Fandel wieder in der Bundesliga einführen möchte, also haben. Erstens ist der Effekt der Abschreckung zweifelhaft, denn wann zieht ein Spieler schon im wichtigen Zweikampf zurück, wenn er bereits verwarnt wurde, um keine Ampelkarte zu riskieren? Eben! Bei der Zeitstrafe wird das nicht anders sein. Und zweitens muss eine Mannschaft in Unterzahl nicht zwingend im Nachteil sein, denn wie oft hat man Spiele gesehen, in der zehn Leute taktisch geschickt dem Gegner keine Räume gelassen und das Spiel nicht verloren haben.

Fehlt noch die grüne Karte für giftige Blicke, die braune für dreckige Gedanken oder die blaue für schlechten Atem.

Hier geht es zum Pro "Die Einführung der Zeitstrafe im Fußball ist überfällig"

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