DFB reagiert positiv auf BVB-Idee zu Rasenheizungspflicht

dapd/sid/we
BVB-Stürmer Robert Lewandowski trifft zum 1:0 auf dem schwer bespielbaren Kieler Rasen.
BVB-Stürmer Robert Lewandowski trifft zum 1:0 auf dem schwer bespielbaren Kieler Rasen.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf die Dortmunder Kritik an den äußeren Bedingungen nach dem 4:0-Erfolg beim Regionalligisten Holstein Kiel reagiert. "Wir befassen uns mit der Frage, ob eine Anpassung der Durchführungsbestimmungen sinnvoll wäre", teilte DFB-Mediendirektor Köttker mit.

Kiel. Es war eine Mischung aus Erleichterung und Wut, mit der Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke das Holstein-Stadion verließ. Große Freude über den 4:0 (2:0)-Sieg im Viertelfinale des DFB-Pokals beim Viertligisten Kiel war nicht zu erkennen. "Das war in der zweiten Hälfte Schlittschuhlaufen, extrem gefährlich für die Spieler. Der DFB muss da reagieren", forderte der BVB-Macher. Der ungefährdete Sieg des amtierenden Deutschen Meisters gegen den Meister von 1912 ging in der Rasendiskussion fast unter.

Watzke fordert Rasenheizungs-Pflicht ab dem Viertelfinale

Konkret will Watzke eine Rasenheizungs-Pflicht ab dem Viertelfinale. Die gab es im Kieler Stadion nämlich nicht und auch der Versuch, den Platz mithilfe eines wärmenden Zeltes bis kurz vor Anpfiff warm zu halten, ging bei Temperaturen um zehn Grad unter Null nur in den ersten Spielminuten auf. Auf Anfrage teilte der DFB über Mediendirektor Ralf Köttker mit: "Wir haben durchaus Verständnis und alle das gemeinsame Interesse, die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen. Wir nehmen deshalb jedes Argument sehr ernst und befassen uns auch mit der Frage, ob eine Anpassung der Durchführungsbestimmungen sinnvoll wäre."

Auch BVB-Trainer Jürgen Klopp schimpfte nach dem Spiel. "Das waren brandgefährliche Bedingungen. Es war ein Live-Spiel im Fernsehen. Deshalb musste man das eben durchziehen", sagte Klopp. Seine scharfen Worte wollte Klopp ausdrücklich nicht als Kritik an den Kielern verstanden wissen. Der Viertligist habe vor der Partie alles versucht, um gute Bedingungen zu schaffen. Für 100.000 Euro wurde extra ein neuer Rollrasen verlegt, für weitere 150.000 Euro ein Klimazelt darüber gebaut, damit das Gras die eisigen Temperaturen einigermaßen übersteht.