Der Respekt für den Bayern-Erfolg gebührt Jupp Heynckes

Am Saisonende wird man wohl von der kürzesten großen Trainer-Ära der Bayern-Geschichte sprechen müssen. Jupp Heynckes hat das Münchener Talentensemble sinnvoll ergänzt, er hat der Mannschaft taktische Disziplin gelehrt. Sein Nachfolger hat es dadurch nicht einfacher. Ein Kommentar.

Essen.. Vor dem zweiten Gang beim Italiener sollte der Strich unter der Rechnung natürlich noch nicht gezogen werden. Juventus Turin kann nämlich auch anders. Besser.

Doch zum Königsklassen-Rückspiel werden die Bayern immerhin nicht mit Sorgen, sondern mit einem soliden 2:0 im Gepäck reisen. Und die Art und Weise, in der sie in der eigenen Arena diesen Erfolg eingefahren haben, sollte darüber hinaus zu einem stabilen Auftreten beitragen.

Heynckes macht alles richtig

Stabil, das bedeutet aktuell: So, wie es dieser Trainer vorgibt, der allzu häufig nur in seiner Rolle des Moderators der schwierigen Münchner Charaktere gesehen wird. Bei Jupp Heynckes handelt es sich aber keineswegs um einen Senior, der aus seiner Lebenserfahrung schöpft und mit sanftem Pädagogenhändchen allen Frust bei den teuren Angestellten wegstreichelt, die gerade unzufrieden sind. Der Trainer hat die traditionell werthaltige Mannschaft zur neuen Saison noch einmal sinnvoll ergänzt. Es gelingt ihm, dem Talentensemble taktische Disziplin und Aggressivität mit auf den Weg zu geben. Kurzum: Er macht alles richtig.

Am Saisonende wird dennoch für Heynckes der Strich gezogen. Möglich, dass man danach von der kürzesten großen Trainer-Ära in der Geschichte der Bayern sprechen muss. Das wäre dann: angemessener Respekt für Heynckes. Und: eine Belastung für Nachfolger Pep Guardiola.

 
 

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