Dem Mythos Gold-Achter auf der Spur

Karl Adam hätte seine Freude an ihnen gehabt: Der Deutschland-Achter, der in London Gold holte.
Karl Adam hätte seine Freude an ihnen gehabt: Der Deutschland-Achter, der in London Gold holte.
Foto: dapd
Ein neues Buch über den Mann, der den Ruhm der Ratzeburger Medaillenschmiede begründete. In diesem Jahr wäre Karl Adam 100 Jahre alt geworden.

Die grandiose Goldfahrt des Deutschland-Achters bei den Olympischen Spielen in London hat den Mythos des „Flaggschiffs der Nation“ wieder aufleben lassen und Erinnerungen geweckt an den Mann, der ihn begründet hat: Karl Adam, der legendäre Ruderprofessor aus Ratzeburg. Die Autoren Dirk Andresen und Timo Reinke haben die Geschichte des genialen Trainers, der in diesem Jahr 100 geworden wäre, nachgezeichnet.

Ein nicht nur für Anhänger des Rudersports lesenswertes Buch, das den Zeitgeist widerspiegelt und weit mehr ist als die Chronik eines aufregenden Lebens, das mit 64 Jahren ein viel zu frühes Ende fand. Bisher nicht erzählte Episoden erhellen die spannenden Umstände der Entstehung des Adam-Achters, der nach dem EM-Sieg 1959 („Das Wunder von Macon“) mit dem Olympiasieg am 3. September 1960 auf dem Albaner See bei Rom Sportgeschichte schrieb.

Die Autoren lassen Weggefährten des Mannes, der die Trainingslehre revolutionierte, ebenso zu Wort kommen wie seinen aktuellen Nachfolger Ralf Holtmeyer. Der Bundestrainer zog in London mit seinem zweiten Achter-Gold mit seinem Idol gleich. Er teilt Adams Philosophie: „Erfolg verträgt sich nicht mit Harmonie.“

Karl Adam – der Vater des Deutschland-Achters“. Dirk Andresen, Timo Reinke. Verlag Audiotext Deutschland GmbH, Ratzeburg. 2012. 320 Seiten. 24,95 € . ISBN 978-3-00-038151-5

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