Das Millionen-Grab der Bundesliga

Spaß sieht anders aus: Der frühere Nationaltorwart Tim Wiese wurde bei der TSG Hoffenheim ausgemustert, fand aber keinen neuen Klub.
Spaß sieht anders aus: Der frühere Nationaltorwart Tim Wiese wurde bei der TSG Hoffenheim ausgemustert, fand aber keinen neuen Klub.
Foto: dpa
Die Transfer-Frist ist abgelaufen: Der Wechsel von Mesut Özil zum FC Arsenal London ist nur einer von vielen spektakulären Wechseln gewesen. Allerdings: Rund 30 Fußball-Profis blieben bei ihren Vereinen als Ladenhüter sitzen. Ein Kommentar.

Satte 50 Millionen Euro Ablösesumme hat der FC Arsenal für den Wechsel von Fußball-Nationalspieler Mesut Özil an Real Madrid gezahlt. Nur einer von vielen spektakulären Wechseln zum Ende der Transferzeit. Wo Licht ist, ist aber naturgemäß auch Schatten.

So haben die meisten Bundesliga-Klubs bis zum Ablauf der Frist versucht, möglichst alle Profis loszuwerden, die sie in der neuen Saison nicht mehr gebrauchen können. Funktioniert hat das nicht in jedem Fall, und daher bleiben die Vereine insgesamt auf rund 30 Spielern sitzen, die kein anderer haben wollte.

Beispiel TSG Hoffenheim

Die Vereine müssen ihre Angestellten nun ganz einfach weiter bezahlen. Am Beispiel der TSG Hoffenheim ist zu sehen, wie kräftig das auf den Etat schlagen kann: Dort trainieren gleich sieben Profis – unter anderem der frühere Nationaltorwart Tim Wiese – in der sogenannten Trainings-Gruppe 2. Ein teures Auffangbecken für die Ausgemusterten.

Leid müssen die Klubs allerdings niemandem tun. Sie haben die Spieler mit Millionen-Verträgen gelockt, jetzt müssen sie eben bezahlen. Einfache Spielregel des Profi-Geschäfts. Auch die Spieler fallen weich, das Gehalt stimmt. Glücklich werden sie trotzdem nicht sein.

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