Das kleinste Starterfeld seit 46 Jahren

Berlin..  Der Formel 1 droht zum Auftakt der neuen Saison das kleinste Starterfeld seit 46 Jahren. Der Überlebenskampf der Pleite-Teams Caterham und des Marussia-Nachfolgers Manor wirkt zunehmend aussichtslos, daher könnten am 15. März in Melbourne nur 18 Autos in der Startaufstellung stehen. So wenige Teilnehmer beim ersten Saisonrennen waren es zuletzt 1969 in Südafrika. Nur ein Rettungspaket eines motorsportverrückten Investors kann das wohl noch verhindern.

„Wir brauchen in wenigen Wochen Bewegung, wenn es noch einen Deal geben soll“, mahnten die Insolvenzverwalter des Caterham-Rennstalls, dessen Hoffnung auf eine Zukunft in der Königsklasse auf ein Minimum gesunken ist. Die Zeit läuft dem Team davon. Schon kalkulieren die Briten damit, den ersten Test Anfang Februar im spanischen Jerez auszulassen. Ohnehin würde Caterham mit einer Sondererlaubnis wohl vorerst weiter mit dem Vorjahreswagen starten, weil die Entwicklung eines neues Modells nicht mehr zu schaffen ist.

Zwar tauchen Caterham und Manor weiter auf der offiziellen Meldeliste des Weltverbands FIA auf, doch wer soll die enormen Ausgaben für den Rennbetrieb aufbringen?

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (Bild) machte zuletzt mehrfach deutlich, dass er auf die Hinterbänkler in seinem exklusiven Zirkus gut verzichten kann. „Keiner wird diese beiden Teams vermissen“, behauptete der 84-Jährige.

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