BVB feiert Sieg in Freiburg und Titel „Mannschaft des Jahres“

Jürgen Klopp, Neven Subotic, Sven Bender und Hans-Joachim Watzke bei der Ehrung zum Sportler des Jahres.
Jürgen Klopp, Neven Subotic, Sven Bender und Hans-Joachim Watzke bei der Ehrung zum Sportler des Jahres.
Foto: Imago

Baden-Baden. Einen prickelnden Sekt zur Begrüßung, dann das leckere Gala-Dinner von Sternekoch Martin Herrmann: Die kleine, eigens im Charterflieger angereiste Reisegruppe von Borussia Dortmund fühlte sich am Sonntagabend bei der Auszeichnung der „Sportler des Jahres“ unter den 700 geladenen Gästen sichtlich wohl. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, Trainer Jürgen Klopp sowie die derzeit verletzten Profis Sven Bender und Neven Subotic waren für den Favoriten der Kategorie „Mannschaft des Jahres“ im feinen Zwirn nach Baden-Baden gereist. Und dort durften sie dann auch die begehrte Auszeichnung entgegennehmen.

Klopp-Elf präsentiert sich meisterlich

Die passende Vorlage für den angenehmen Auftritt im Kurhaus von Baden-Baden hatte ihm und den anderen Schwarzgelben die Mannschaft geliefert, die am letzten Hinrundenspieltag den SC Freiburg 4:1 geschlagen und Tabellenplatz zwei gefestigt hatte. Vor einer Woche hätte ein Dortmunder Auftritt in Baden-Baden noch erheblich anders ausgesehen. Das Aus in der Champions League, das Heim-1:1 gegen Kaiserslautern. „Unser Sieg in Freiburg hat das weggewischt“, fand Sportdirektor Michael Zorc.

Beim Tabellenletzten präsentierte sich der BVB genau so, wie er in der Meistersaison oft und viel Spaß gemacht hatte: mit schnellem, erfrischendem, präzisem und teils spektakulärem Fußball, der nicht nur die BVB-Fans, sondern auch das Sportland Deutschland begeisterte. So wie beim 1:0 (7.) von Robert Lewandowski, dem eine schöne Doppelpass-Kombination der Herren Shinji Kagawa und Ilkay Gündogan vorausging. „Fantastisch“, freute sich Jürgen Klopp, und auf der Tribüne nickte Bundestrainer Joachim Löw anerkennend. So wie bei den präzisen Kontertor-Nadelstichen zum 3:1 (Großkreutz, 59.) und 4:1 (Lewandowski, 70.). Beim kuriosen 2:1 (Gündogan, 44.) wurde der BVB für seine Konsequenz belohnt. Die Freiburger, für die Jan Rosenthal zwischenzeitlich das 1:1 (34.) erzielt hatte, vertrauten auf den Abseits signalisierenden Linienrichter Michael Emmer. Die Dortmunder hielten sich an das überstimmende Signal von Schiedsrichter Günter Perl und spielten den Angriff bis zum Tor zu Ende.

Der BVB ist seit dem 6. Spieltag ungeschlagen

Seit dem 6. Spieltag und damit drei Monate ist der Tabellenzweite BVB in der Bundesliga ungeschlagen. Trotz des Stotterstarts nach dem kleinen Meisterkater sind 34 Punkte zusammengekommen. „Die zweitbeste Serie in meinen dreieinhalb Jahren beim BVB“, sagte Jürgen Klopp. „Viele haben uns das nicht zugetraut. Aber wir haben gezeigt, dass wir wieder vorne dabei sein können“, ergänzte Kapitän Sebastian Kehl. Der BVB zeigte sich in der Saison nach dem Titel erheblich stabiler als die letzten Überraschungsmeister VfL Wolfsburg und VfB Stuttgart. Einzig das frühe Europapokal-Aus mit vier dürftigen Punkten aus sechs Champions-League-Spielen schmerzt. Aber Dortmund ist nach der Hinrunde auf dem besten Weg, die hoch attraktive Champions League auch kommende Saison zu erreichen. Und vielleicht straucheln ja auch die noch in drei Wettbewerben vertretenen und vom BVB in München geschlagenen Bayern…

Der Meister will jetzt erst einmal in zwei Wettbewerben überwintern. Dienstag geht es im DFB-Pokal zum Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. Dort wollen die BVB-Profis ein letztes Mal im Meisterjahr mit ihren Fans feiern. „Ich wüsste nicht, warum wir es nicht schaffen sollten, wenn wir unsere Leistung abrufen“, sagte Ilkay Gündogan selbstbewusst. Einzig die Verletztenliste macht Sorgen. Götze, Bender, Subotic und Leitner fehlen. In Freiburg mussten Santana (Knöchelprobleme) und Schmelzer (Oberschenkelbeschwerden) zeitig ausgewechselt werden. „Da müssen wir abwarten“, sagte Klopp am Sonntagabend. Und statt personelle Planspiele auf den Tisch-Servietten aufzuzeichnen, genoss er den Gala-Auftritt in Baden-Baden.

 
 

EURE FAVORITEN