BVB-Chef Watzke warnt vor noch mehr Werksklubs in der Bundesliga

Foto: Knut Vahlensieck
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat Bedenken gegenüber Werksklubs in der Bundesliga. "Wir können nicht noch drei Mannschaften gebrauchen, die vor 25 000 Zuschauern spielen und auswärts nur 500 Zuschauer mitbringen", sagte Watzke. Frankfurts Heribert Bruchhagen pflichtet ihm bei.

Düsseldorf.. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom deutschen Meister Borussia Dortmund hat vor noch mehr Werksklubs in der Fußball-Bundesliga gewarnt. "Wir können nicht noch drei Mannschaften gebrauchen, die vor 25 000 Zuschauern spielen und auswärts nur 500 Zuschauer mitbringen. Da kollabiert das System, da ist es vorbei mit der Roadshow im Ausland", sagte Watzke beim Sportwissenschafts-Kongress SpoBIS in Düsseldorf.

Frankfurts Bruchhagen ist sich einig mit Watzke

In der Diskussion "Clash der Kulturen: Was Werksklubs und Traditionsvereine eint und was sie auseinanderbringt" schlug sich auf der Frankfurter Klubchef Heribert Bruchhagen auf die Seite von Watzke.Traditionsvereine wie der 1. FC Köln oder der 1. FC Kaiserslautern, die immer ausverkaufte Stadien hätten, würden "durch die Werksklubs um drei Plätze zurückgeschoben - bis in die 2. Liga", so Bruchhagen. Watzke und Bruchhagen waren sich darüber einig, dass nicht noch mehr Vereinen eine Sonderrolle wie Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg einnehmen dürften

Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hielt dagegen. Der Etat von 25,2 Millionen Euro wäre weniger, als andere Klubs von Hauptsponsoren kassieren würden. Frankfurt würde seit Jahren Gelder vom Flughafenbetreiber Fraport kassieren, an dem die Stadt Frankfurt und das Land Hessen Anteile besäßen. "Das ist auch eine Art Finanzdoping durch die öffentliche Hand", sagte Holzhäuser.

Thomas Röttgermann, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, meinte, dass das Beispiel VfL Wolfsburg und Volkswagen zeige, dass ein Sponsoring viele Facetten haben könne, was eine Bewertung erschweren würde. (sid)

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