Bitter, nicht süß

Das hat ein G’schmäckle, sagt der Schwabe. Und meint nichts Gutes. Aber das passt, schließlich steckt hinter der ganzen Sache der Hersteller eines mit süß nur unzureichend beschriebenen Zuckerwasser-Getränks, das angeblich Flügel verleiht. So kräftige offenbar, dass man damit auf dem Weg von Wien nach Salzburg in Leipzig vorbeiflattern kann.

Aber langsam und von vorn: In Wien gibt es einen ausgezeichneten jungen Fußballer: Marcel Sabitzer, 20 Jahre alt, Nationalspieler Österreichs. Man traut ihm eine stattliche Karriere zu.

Daher stattete ihn Rapid Wien mit einem Vertrag bis 2016 aus und ließ eine Ausstiegsklausel für einen Wechsel ins Ausland verankern. Und siehe da: In der kommenden Saison wird Sabitzer für - Trommelwirbel - Salzburg spielen. Ja, genau, das ist auch Österreich, nicht das Ausland.

Red Bull Salzburg hat nämlich - wie der Name schon sagt - einen Sponsor. Übrigens den gleichen wie der hiesige Zweitliga-Aufsteiger RasenBallsport Leipzig.

Der ostdeutsche Klub schnappte sich das österreichische Talent für zwei Millionen Euro, stattete es mit einem Vertrag bis 2016 aus und verleiht es zukünftig - Sie ahnen es, trotzdem: Trommelwirbel - zum Schwesterklub nach Salzburg.

Das ist nicht süß, sondern bitter für die österreichische Konkurrenz, die den Mann auch gern gehabt hätte. Dort und überall sonst freut man sich schon auf den Tag, an dem die beiden Klubs in der Europa oder Champions League in der gleichen Gruppe landen.

Braucht ihr die Punkte? Ja? Ach, bitte, dann nehmt sie doch.

 
 

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