Zu verlieren hat Phoenix Hagen bei Alba Berlin nichts

Beschäftigungslos war Phoenix-Mannschaftsarzt Dr. Helmut Queckenstedt in dieser Saison noch nicht. Richie Williams (links) gehört in Berlin wieder zum Phoenix-Kader, dafür fällt Jeremy Dunbar (rechts) verletzt aus.
Beschäftigungslos war Phoenix-Mannschaftsarzt Dr. Helmut Queckenstedt in dieser Saison noch nicht. Richie Williams (links) gehört in Berlin wieder zum Phoenix-Kader, dafür fällt Jeremy Dunbar (rechts) verletzt aus.
Foto: Michael Kleinrensing
  • Auch Jansinski wieder dabei
  • Alba besiegt Vilnius nach zwei Verlängerungen
  • Kikanovic mit 33 Punkten

Hagen. Die Hauptstadt war für Phoenix Hagen noch nie eine Reise wert. Seit dem Aufstieg in die Basketball-Bundesliga im Jahr 2009 trat die Truppe von Trainer Ingo Freyer sieben Mal bei Alba Berlin an, alle Spiele wurden verloren. Am Freitag wird ein neuer Anlauf gestartet: Ab 20.30 Uhr stehen sich die Albatrosse und die Feuervögel von der Volme in der Mercedes-Benz-Arena gegenüber.

Gut zwei Wochen sind vergangen, seit Phoenix ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung beantragt hat. Auf den Spielerkader hat das noch keine Auswirkungen gehabt. Mit dem gleichen Personal auflaufen wie am vergangenen Sonntag beim 89:99 gegen Würzburg wird das Freyer-Team aber nicht. Jeremy Dunbar, endlich von seinen Rückenbeschwerden genesen, zog sich gleich zu Spielbeginn eine Sprunggelenksverletzung zu, die ihn in Berlin am Mitwirken hindert. Ansonsten fehlt nur Doppellizenzspieler Alex Kortenbreer, der an die BG abgestellt wird.

Erstmals seit dem 8. Oktober steht Richie Williams wieder im Kader. Der neue US-Aufbauspieler schied vor vier Wochen beim Auswärtsspiel in Vechta kurz vor der Pause mit einem Muskelfaserriss aus, der inzwischen verheilt ist. „Richie ist wieder ins Training eingestiegen, ob es schon für das Spiel in Berlin reicht, werden wir sehen“, sagt Ingo Freyer. Auch Julian Jasinski ist nach Knieproblemen wieder fit. Zum Thema „Motivation“ angesichts von minus vier Punkten auf dem Konto sagt Freyer: „Wir trainieren weiterhin professionell und wollen auch in Berlin unser Bestes geben. Jeder Spieler will, wenn er aufläuft, auch gewinnen.“

Zwei Verlängerungen gegen Vilnius

Gewonnen hat Alba Berlin zuletzt am Mittwochabend. Zum 124:115-Sieg vor 7122 Zuschauern im EuroCup-Spiel gegen das litauische Team Rytas Vilnius waren allerdings zwei Verlängerungen nötig. Dass dieser Kraftakt beim in der Bundesliga mit nur 6:8 Punkten gestarteten Team von Trainer Ahmet Caki Spuren negativer Art hinterlassen hat, glaubt Ingo Freyer nicht: „Wenn du nach zwei Verlängerungen gewinnst, gibt dir das einen mentalen Schub der größer ist als der Kräfteverschleiß.“

Topscorer des Alba-Teams war Center Elmedin Kikanovic mit 33 Punkten, Flügel Dominique Johnson brachte es auf 24, der vor allem in den Verlängerungen ganz starke Guard Peyton Siva auf 23 Zähler. Mit Akeem Vargas, Niels Giffey und Bogdan Radosavljevic gehören drei Nationalspieler zum Alba-Kader, Ingo Freyer warnt zudem explizit vor Dragan Milosavljevic. „Er ist ein sehr konstanter Spieler mit hoher Qualität“, sagt der Phoenix-Coach über den serbischen Shooting Guard. Es wird vieles passen müssen, wenn Phoenix einigermaßen dagegenhalten will. Andererseits: Zu verlieren hat Hagen in der Hauptstadt nichts.

 
 

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