Sechs Punkte Abzug – Phoenix Hagen stürzt in Abstiegskampf

Das ist bitter für die Phoenix-Basketballer um D.J. Covington. Wegen Verstoßes gegen die Lizenzstatuten zieht die BBL den Feuervögeln sechs Punkte ab. So stürzt Hagen in den Abstiegskampf.
Das ist bitter für die Phoenix-Basketballer um D.J. Covington. Wegen Verstoßes gegen die Lizenzstatuten zieht die BBL den Feuervögeln sechs Punkte ab. So stürzt Hagen in den Abstiegskampf.
Foto: WP Michael Kleinrensing
  • Sechs Punkte Abzug für Phoenix Hagen wegen Lizenzverstoßes
  • Außerdem Geldstrafe von 40.000 Euro
  • Team steht mit einem Mal im Abstiegskampf

Hagen. Mit einem Schlag steckt Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen mitten im Abstiegskampf.

Verstoß gegen Lizenzstatuten der BBL

Der Lizenzligaausschuss der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) unter dem Vorsitz von Dr. Thomas Braumann erklärt, dass man Phoenix Hagen wegen Verstoßes gegen § 5 („Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“) und § 13 („Mitteilungspflicht“) des BBL-Lizenzstatuts mit sofortiger Wirkung sechs positive Wertungspunkte abgezogen und den Klub darüber hinaus mit einer Geldstrafe in Höhe von 40 000 Euro belegt hat.

Der Entscheidung vorausgegangen waren laut Liga separat angeforderte Unterlagen und ausführliche Prüfungen dieser durch den Gutachter- und Lizenzligaausschuss der Beko BBL. Ausgangspunkt dafür waren ein Gespräch der Verantwortlichen von Phoenix Hagen mit der Liga am 29. Februar dieses Jahres sowie Meldungen in den Medien im März 2016.

Der Abzug von sechs positiven Wertungspunkten hat zur Konsequenz, dass Phoenix Hagen mit 16:34 Punkten auf Platz 14 der aktuellen Tabelle geführt wird. Gemäß § 20 der BBL-Spielordnung („Tabelle“) ist Phoenix Hagen „bei gleicher Anzahl positiver Wertungspunkte immer schlechter zu platzieren und wird im Direktvergleich nicht berücksichtigt“. Diesen neuen Passus in der Spielordnung hatten die Beko BBL-Klubs vor dem Start der Saison 2015/2016 beschlossen.

„Nachdem der Gutachterausschuss erst im März 2016 über die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Phoenix Hagen GmbH und der Nachfolge-Organisation Phoenix Hagen GmbH & Co. KGaA aufgeklärt wurde, mussten wir diese Entscheidung treffen“, erklärte der Lizenzligaausschuss-Vorsitzende Dr. Thomas Braumann. In der von der Beko BBL geforderten Lage-Berichterstattung des Klubs vor März 2016 seien derartige Veränderungen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Seiten von Phoenix Hagen nicht angegeben worden.

Fairplay muss gewahrt werden

Dr. Thomas Braumann: „Als Fairplay-Organisation haben wir darauf zu achten, dass die für alle Vereine geltenden Regularien eingehalten werden – unabhängig vom Zeitpunkt in einer Saison.“ Schutzgut der Regelungen sei der für alle Teilnehmer zu organisierende faire Wettbewerb – unter gleichen Start- und Durchführungsbedingungen.

Unter anderem auch mit Blick auf das Lizenzverfahren für die Saison 2016/2017 wird die Beko BBL eine Sonderprüfung durch einen externen Wirtschaftsprüfer anordnen. (red)