Phoenix kassiert gegen Tübingen bisher höchste Saisonniederlage

Trent Plaisted verlor mit Phoenix Hagen auch gegen Tübingen.
Trent Plaisted verlor mit Phoenix Hagen auch gegen Tübingen.
Foto: Michael KleinrensingPlaisted, TrentPlaisted, Trent
Auch im neunten Versuch in dieser Saison blieb Phoenix Hagen ohne Punkt. Phoenix unterlag den Walter Tigers Tübingen mit 76:98 (33:44).

Hagen. Auch im neunten Versuch, der fünfte davon zuhause, hat es nicht geklappt. Im Gegenteil, gegen die Walter Tigers Tübingen kassierte der weiter sieglose Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen mit 76:98 (33:44) die bisher höchste Saisonniederlage. „Mit dieser Vorstellung von Tübingen hatten wir keine Chance“, bedauerte Phoenix-Trainer Ingo Freyer: „Wir hatten Ausfälle, die wir nicht haben dürfen, wenn wir eine Siegchance haben wollen.“

Ohne Owen Klassen, ihren bisher effektivsten Spieler, mussten die Hagener ins fünfte Heimspiel gehen, eine Rückenverletzung ließ keinen Einsatz des Kanadiers zu. Dafür konnten die lange verletzten Richie Williams und Jeremy Dunbar ihr Comeback bei den Gastgebern geben. Und Williams, der mit einem Muskelfaserriss fünf Wochen pausieren musste, brachte Phoenix-Trainer Ingo Freyer schon nach zwei Minuten für Chris Hass, der gegen Tübingens Spielmacher Jared Jordan schnell sein zweites Foul gesehen hatte. Erst danach fingen beide Teams mit dem Punkten an, zweimal zog David Bell zum Korb und sorgte beim 4:2 für die einzige Hagener Führung – nicht nur in Halbzeit eins, sondern im gesamten Spiel.

Denn die Gäste trafen am Ischeland weit besser, beim 9:16 (7. Minute) durch Isaiah Philmore bat Freyer zur ersten Auszeit. Dennoch dominierten weiter die Tübinger, erst Youngster Marcel Keßen traf zum 14:21 (9.) den ersten Hagener Dreier, es war der siebte Versuch der Gastgeber. Auch Dunbar tat es ihm nach einem Fastbreak zum 21:26 (11.) nach, danach allerdings blieben die Gastgeber fünf Minuten ohne Feldkorb und produzierten offensiv reichlich unglückliche Aktionen. Die Gäste, die in Philmore und Barry Stewart zwei verlässlich scorende Akteure hatten, nutzten es es zum 22:36 (15.), erst danach konnte vor allem Trent Plaisted bis zur Pause wenigstens etwas verkürzen.

Doch es wurde nicht besser aus Sicht der Gastgeber, die mit David Godbold und Jonas Grof zwei Stammkräfte völlig ohne offensiven Output hatten. Die Gäste, angeführt von Jordan und Barry Stewart, dagegen überzeugten mit starker Teamleistung und setzten sich immer weiter ab. Zumal Plaisted schon nach 25 Minuten mit dem vierten Foul belastet war und vorerst auf die Bank musste. Mit zwei Dreiern hielt Williams die Gastgeber halbwegs im Spiel, beim 45:61 (26.) war der Tübinger Vorsprung indes schon deutlich, beim 53:73 (29.) betrug er erstmals 20 Punkte. Und wirklich näher kamen die Hagener, die satte 18 Ballverluste produzierten, auch nicht mehr heran. So mussten sich die Phoenix-Fans unter den 2584 Besuchern mit wenigen erfreulichen Momenten trösten. Dem Dreier des eingewechselten Pascal Zahner-Gothen zum 72:89 (37.) etwa oder dem Bundesliga-Debüt von Alex Kortenbreer in den letzten 71 Sekunden. Phoenix-Routinier Adam Hess dagegen betonte, man sei – ganz unabhängig von der finanziellen Lage des Klubs – in einer „schwierigen Situation“: „Alle Gegner kommen mit voller Power, keiner will gegen uns die erste Niederlage kassieren.“

Phoenix Hagen: Bell (16), Plaisted (16), Hass (6), Godbold, Hess (6), Williams (12), Keßen (9), Dunbar (8), Grof, Zahner-Gothen (3), Kortenbreer.

Walter Tigers Tübingen: Jordan (17), Washburn (11), McGhee (12), Stewart (19), Green (7), Philmore (18), Berry (9), Munoz (5), Marin, Kolo.

 
 

EURE FAVORITEN